Hier könnten bald sieben Radschnellwege nach Hamburg gebaut werden

Hamburg - Die Planungen für das Radschnellnetz in der Metropolregion Hamburg nehmen Gestalt an.

So könnte ein Radschnellweg entlang einer S-Bahn-Linie aussehen.
So könnte ein Radschnellweg entlang einer S-Bahn-Linie aussehen.  © Metropolregion Hamburg

Am Donnerstag stellte die Verkehrsbehörde im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudien vor.

Danach sollen auf rund 300 Kilometern Länge sieben besonders breite, möglichst kreuzungs- und ampelfreie sowie beleuchtete Radwege vom Umland in die Hansestadt führen.

Startpunkte wären Bad Bramstedt (Kreis Segeberg), Ahrensburg (Kreis Stormarn), Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg), Elmshorn (Kreis Pinneberg), die Kreisstädte Lüneburg und Stade sowie perspektivisch Tostedt (Landkreis Harburg).

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Es sei das Ziel, "die Radschnellwege nicht als Autobahn zu konzipieren, sondern eher als einen Boulevard über längere Strecken, wo jeder ein konstant gutes, hohes, aber auch kein Rennfahrertempo fahren soll", sagte Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (40, Grüne) vor der Präsentation der Machbarkeitsstudien im Ausschuss.

Die für die Koordination zuständige Landrätin des Kreises Pinneberg, Elfi Heesch (57, parteilos), betonte mit Blick auf die länderübergreifenden Radschnellwege: "Für die Bürgerinnen und Bürger soll nicht erkennbar sein, dass sie nun in einem anderen Bundesland sind."

300.000 Pendler fahren täglich nach Hamburg

Sieben Radschnellwege sollen nach Willen der Planer aus dem Umland nach Hamburg führen.
Sieben Radschnellwege sollen nach Willen der Planer aus dem Umland nach Hamburg führen.  © Metropolregion Hamburg

Die Radschnellwege böten ein hohes Potenzial für die Mobilitätswende, sagte Tjarks. "Wir wollen sie zu einer echten Alternative für die mehr als 300.000 Pendlerinnen und Pendler machen, die täglich nach Hamburg rein- und rausfahren."

In Hamburg selbst sollen die Radschnellwege an das weitgehend fertiggestellte Veloroutennetz angeschlossen werden. Zum Zeitplan oder zu den Kosten machten Tjarks und Heesch keine Angaben. Dazu sei es noch zu früh.

Machbarkeitsstudien dienen als Grundlage für weitere Untersuchungen, sie sind noch keine Verkehrsplanungen, schaffen aber die Möglichkeit, um in die Detailplanungen und den Bau einsteigen zu können.

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Unter anderem müssten noch Fragen des Grunderwerbs, des Naturschutzes und technische Fragen etwa beim Brückenbau geklärt werden.

Bei der Finanzierung setze man auch auf die Hilfe des Bundes, sagte Tjarks.

Titelfoto: Metropolregion Hamburg

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