Nach Verkaufsstart in Sachsen: Großer Ansturm aufs 9-Euro-Ticket

Dresden - Das 9-Euro-Ticket ist seit dem gestrigen Montag im Freistaat zu haben, schon am ersten Tag haben viele Sachsen zugeschlagen. TAG24 erklärt, was Abo-Kunden beachten müssen, wo es das Ticket gibt und ob es bald ausverkauft sein könnte.

Am Dresdner Hauptbahnhof sicherten sich am gestrigen Montag viele ihr 9-Euro-Ticket.
Am Dresdner Hauptbahnhof sicherten sich am gestrigen Montag viele ihr 9-Euro-Ticket.  © Steffen Füssel

Das 9-Euro-Ticket gilt ab 1. Juni. Fahrgäste können damit unbegrenzt mit Regionalzügen, Bussen und Straßenbahnen fahren - nicht nur in ganz Sachsen, sondern deutschlandweit.

Es ist an den Automaten, in den Verkaufsstellen, bei Busfahrern und digital erhältlich. Das Ticket soll es für Juni, Juli und August geben, es kostet monatlich 9 Euro.

Abo-Kunden müssen nichts unternehmen. Ihr Abo-Ticket kostet in den drei Monaten nur jeweils 9 Euro. Die Verrechnung geschieht entweder automatisch oder die Kunden werden vom Unternehmen angeschrieben.

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Auch Studenten sollen für ihr Semesterticket nur 9 Euro pro Monat zahlen, der Ablauf ist noch nicht vollständig geklärt.

Kinder unter 6 Jahren können weiterhin kostenlos mitfahren.

In Dresden haben sich laut den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) schon mehr als 1000 Kunden das 9-Euro-Ticket gesichert. "Vielleicht haben die Kunden Angst, das Ticket könnte irgendwann ausverkauft sein", so ein DVB-Sprecher. Doch kein Grund zur Panik: Das Ticket gebe es unbegrenzt.

Das 9-Euro-Ticket ist ab sofort an den Fahrtkartenautomaten erhältlich.
Das 9-Euro-Ticket ist ab sofort an den Fahrtkartenautomaten erhältlich.  © Steffen Füssel
So sieht der Ticket-Kauf an einem Automaten der Mitteldeutschen Regiobahn aus.
So sieht der Ticket-Kauf an einem Automaten der Mitteldeutschen Regiobahn aus.  © dpa/Jan Woitas

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) rechnet teils mit vollen Zügen. "Wir gehen insbesondere auf den Strecken ab Dresden in die Sächsische Schweiz von sehr hoher Nachfrage aus", teilt der VVO mit.

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen rechnet besonders in der Urlaubszeit mit großem Andrang, könne jedoch nicht mehr Züge einsetzen, da es schlicht keinen Vorrat gebe.

Titelfoto: Steffen Füssel

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