Nach Warnstreiks in Sachsen-Anhalt: Endlich Tarifeinigung im kommunalen Nahverkehr!

Halle - Nach mehreren Warnstreiks gibt es im kommunalen öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt einen Tarifabschluss.

Der Warnstreik hat sich ausgezahlt: Verdi und der Arbeitgeberverband konnten sich auf einen Tarif einigen.
Der Warnstreik hat sich ausgezahlt: Verdi und der Arbeitgeberverband konnten sich auf einen Tarif einigen.  © Heiko Rebsch/dpa

In der dritten Verhandlungsrunde einigten sich am Montag die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte.

Sie beschlossen eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 4 Prozent, aber mindestens 155 Euro rückwirkend zum 1. Juli. Außerdem soll es ab April 2023 eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent bis Ende 2023 geben.

"Die Tarifeinigung stellt für die Nahverkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt die finanzielle Belastungsgrenze dar. Sie ist ein schmerzlicher Kompromiss, um unbefristete Streiks im Nahverkehr abzuwenden", sagte Diana Häseler-Wallwitz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes.

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In Halle, Magdeburg und Dessau hatten die Beschäftigten während des Tarifstreits die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro sowie eine Anhebung des Lohns von Auszubildenden um 150 Euro im Monat gefordert.

Die Verhandlungen betreffen laut Verdi etwa 2000 Beschäftigte.

Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa

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