VRR-Vorstand: Modifiziertes 9-Euro-Ticket ab September nicht realisierbar

Gelsenkirchen/Düsseldorf - Ein weiteres günstiges Angebot unmittelbar nach Auslaufen des 9-Euro-Tickets Ende August, wie es in der Politik diskutiert wird, ist aus Sicht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) unmöglich.

Reisende lösen an einem Automaten der Deutschen Bahn eine Zugfahrkarte.
Reisende lösen an einem Automaten der Deutschen Bahn eine Zugfahrkarte.  © Joerg Carstensen/dpa

Nur eine reine Weiterführung des 9-Euro-Tickets ab September sei "rein technisch grundsätzlich möglich", sagte VRR-Vorstand José Luis Castrillo der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Online). Ein "verändertes Angebot" sei dagegen "auf die Schnelle nicht zu realisieren".

"Wie schnell eine neuerliche Tarif-Initiative innerhalb des VRR und seiner Verkehrsunternehmen umgesetzt werden könnte, liegt an der jeweiligen Ausgestaltung und den Rahmenbedingungen. Normalerweise benötigen wir für eine Tarifumstellung zwischen drei und sechs Monaten", erklärte Castrillo.

Ihm zufolge sank im Juli die Nutzung der 9-Euro-Tickets. In diesem Monat seien mit 1,3 Millionen Fahrkarten knapp 15 Prozent weniger verkauft worden als im Juni. "Es gab wohl eine gewisse Sättigung und auch die Schulferien in Nordrhein-Westfalen könnten dabei eine Rolle spielen."

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Der Vorstand berichtete, dass nach Beobachtung des VRR das 9-Euro-Ticket stark bei Freizeitfahrten zum Zuge kam.

"Gerade auf der Rheinschiene wurden die Züge sehr stark genutzt. Neue Abos, um dauerhaft zur Arbeit zu fahren, wurden dagegen eher weniger abgeschlossen, was auch daran liegen könnte, dass die Aktion ja auf drei Monate beschränkt ist."

Titelfoto: Joerg Carstensen/dpa

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