Weil Hitze die Fahrbahnen zerstört: Straßenbauer planen helleren Asphalt

Dresden - Die Hitze macht Straßenbauern immer mehr zu schaffen. Forscher haben deshalb jetzt ungewöhnliche Ansätze entwickelt.

Belastend: Der Schwerverkehr, besonders auf der A 4 um Dresden, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen - nicht ohne Folgen für den Straßenbelag.
Belastend: Der Schwerverkehr, besonders auf der A 4 um Dresden, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen - nicht ohne Folgen für den Straßenbelag.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

"Die Kombination von starker Hitze und dem deutlich gestiegenen Schwerlastverkehr sorgt immer häufiger für sogenannte Anschiebungen und Verdrückungen", sagt Isabel Pfeiffer vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden

Auf stark belasteten Straßen muss die Lastwagenspur teilweise schon nach zehn Jahren erneuert werden. Der eigentliche Zyklus liegt bei etwa 15 Jahren.

Zu Problemen führt das vor allem auf der A 4 bei Dresden. Dort rollen täglich mehr als 100 .000 Fahrzeuge über die Straße.

Helfen könnte eine hellere Oberfläche. 

Alternative: Stromerzeugende Fahrbahnen

Stresstest: Hitze und schwere Lkws führen auch in Sachsen zu Rissen, Anschiebungen und Verdrückungen des Asphalts wie bisher nur in Südeuropa.
Stresstest: Hitze und schwere Lkws führen auch in Sachsen zu Rissen, Anschiebungen und Verdrückungen des Asphalts wie bisher nur in Südeuropa.  © dpa/Michael Haßdenteufel

"Dabei werden Mineralstoffe beigemischt, die den Asphalt weniger schnell aufheizen", erklärt Ulf Zander von der Bundesanstalt für Straßenwesen (Bergisch Gladbach). Das Verfahren wird derzeit auf der A 1 bei Bremen getestet.

Noch effizienter, aber auch teurer ist eine andere Methode: "Dabei wird wie mit einer Heizung der Asphalt im Winter auf ein bis zwei Grad erwärmt und im Sommer die Wärme aus dem Asphalt geholt und verstromt", erläutert Zander. Tests beginnen im Herbst. 

Aber: Bis eine bezahlbare Lösung auf dem Markt ist, wird es noch einige Jahre dauern.

Titelfoto: Montage: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild, dpa/Michael Haßdenteufel

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