Weidmanns Bundesbank-Rückzug "ein fatales Signal": CDU-Linnemann geldpolitisch beunruhigt!

Berlin - Unionsfraktionsvizechef Carsten Linnemann (44, CDU) hat den angekündigten Rücktritt von Bundesbankpräsident Jens Weidmann (53) als "fatales Signal" in einer geldpolitisch ohnehin fragilen Phase bezeichnet.

Unionsfraktionsvizechef Carsten Linnemann (44, CDU) zeigt sich anhand des Rückzugs des Bundesbankpräsidenten beunruhigt.
Unionsfraktionsvizechef Carsten Linnemann (44, CDU) zeigt sich anhand des Rückzugs des Bundesbankpräsidenten beunruhigt.  © Dorothee Barth/dpa

Linnemann sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag: "Weidmann konnte sich gegen die auf geldpolitische Expansion ausgerichtete EZB immer weniger durchsetzen. Dieser Kurs trägt zu den derzeit steigenden Preisen bei."

Um der Inflation etwas entgegenzusetzen, müsste die Europäische Zentralbank eigentlich ihren Kurs korrigieren, sagte der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

"Ob dies ohne Jens Weidmann gelingt, ist fraglicher denn je. Wer auch immer auf Jens Weidmann folgt, muss mit der gleichen Entschlossenheit für die Geldwertstabilität eintreten."

Jens Weidmann scheidet offiziell aus persönlichen Gründen aus

Jens Weidmann (53) legt sein Amt am Ende des Jahres nieder.
Jens Weidmann (53) legt sein Amt am Ende des Jahres nieder.  © Kay Nietfeld/dpa

Nach gut zehn Jahren an der Spitze der Bundesbank legt Weidmann sein Amt zum Jahresende nieder.

Der 53-Jährige, der häufig die ultralockere Geldpolitik der EZB kritisiert hatte, verlässt die Notenbank aus persönlichen Gründen, wie die Bundesbank am Mittwoch mitteilte.

Titelfoto: Dorothee Barth/dpa, Kay Nietfeld/dpa

Mehr zum Thema Wirtschaftspolitik: