Negativ-Rekord: Immer weniger Frauen in NRW machen eine Ausbildung!

Düsseldorf - Die Zahl der weiblichen Auszubildenden ist in Nordrhein-Westfalen auf einen historischen Tiefstand gesunken.

In der Minderheit waren Frauen im Handwerk schon immer, aber jetzt ist der Frauenanteil bei den Ausbildungsplätzen auf einem neuen Tiefstand. 
In der Minderheit waren Frauen im Handwerk schon immer, aber jetzt ist der Frauenanteil bei den Ausbildungsplätzen auf einem neuen Tiefstand.   © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einer am Dienstag vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Studie befanden sich 2018 nur noch knapp 107.000 Frauen in einem dualen Ausbildungsverhältnis, 2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 

So wenig weibliche Azubis habe es seit Beginn der Berufsbildungsstatistik im Jahr 1976 noch nicht gegeben, berichtete das Landesamt. 

Die Zahl der männlichen Auszubildenden stieg dagegen 2018 um 2,1 Prozent auf gut 192.000.

Traditionell ist der Anteil der Frauen in Ausbildungsberufen geringer als der der Männer. 

Den Grund dafür sehen die Statistiker darin, das das duale System zu einem großen Teil von handwerklichen und technischen Berufen geprägt ist, die stärker von Männer nachgefragt werden. 

Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialberufe, in denen Frauen dominieren, werden hingegen im Schulberufssystem ausgebildet. 

Außerdem erlangen Mädchen häufiger höhere Schulabschlüsse und besuchen anschließend eine Universität oder eine Hochschule.

Erzieherinnen werden im Schulberufssystem ausgebildet.
Erzieherinnen werden im Schulberufssystem ausgebildet.  © Alina Novopashina/dpa

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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