Rheinmetall soll für Ungarn Schützenpanzer bauen

Düsseldorf/Budapest – Der Düsseldorfer Konzern Rheinmetall soll für die ungarische Armee Lynx-Schützenpanzer herstellen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall soll für Ungarn Lynx-Schützenpanzer herstellen (Symbolbild).
Der Rüstungskonzern Rheinmetall soll für Ungarn Lynx-Schützenpanzer herstellen (Symbolbild).  © Holger Hollemann/dpa

Das teilte die Regierung in Budapest mit, wie die regierungsnahe staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI am späten Montagabend meldete. 

Ungarn habe dazu am Montag eine Vereinbarung mit Rheinmetall geschlossen. 

Demnach sollen beide Seiten ein gemeinsames Unternehmen und eine Fertigungsstätte für die modernsten Lynx-Schützenpanzer in Ungarn gründen. 

Der Wert dieses Programms belaufe sich auf mehr als zwei Milliarden Euro. Ziel sei, dass die Armee des Nato-Mitglieds so schnell wie möglich Weltniveau erreiche.

Nachdem die ungarische Regierung den Deal bereits am späten Montagabend vermeldet hatte, bestätigte Rheinmetall dann am Dienstag die Eckdaten der Vereinbarung. Ungarn sei der erste Nato- und EU-Mitgliedsstaat, der sich für den neu entwickelten Lynx-Schützenpanzer des Konzerns entscheide. 

Rheinmetall-Chef Armin Papperger sagte, es sei jetzt gelungen, mit dem Lynx den Marktdurchbruch zu schaffen.

Rüstungssparte mit Zuwachs in der Corona-Krise

Die Rüstungssparte von Rheinmetall brummt auch in der Corona-Krise weiter und erwies sich im zurückliegenden zweiten Quartal als wichtiger Stabilitätsanker für die Düsseldorfer. 

Während die Autozuliefer-Sparte stark unter den Folgen der Pandemie leidet, konnte die Rüstungssparte bei Auftragseingang, Umsatz und operativen Ergebnis klar zulegen. Unter dem Strich war der Konzern aber tief in die roten Zahlen gerutscht.

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa

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