Was kommt nach der Braunkohle? Ideen-Sammler in der Lausitz unterwegs

Görlitz - Raumfahrt-Standort, Mountainbike-Park oder innovative Öko-Landwirtschaft? In der Lausitz schwärmen aktuell Mitarbeiter der regionalen Entwicklungsgesellschaft aus, um die Menschen dort nach ihren Ideen für die Zeit nach dem Braunkohlebergbau zu befragen.

Neue und alte Lausitz-Welt: Ein Paar badet im Bärwalder See vor der Kulisse des Boxberger Kraftwerks. Seenflutung, Naherholung und Tourismus werden eine tragende Säule des Nach-Kohle-Zeitalters sein.
Neue und alte Lausitz-Welt: Ein Paar badet im Bärwalder See vor der Kulisse des Boxberger Kraftwerks. Seenflutung, Naherholung und Tourismus werden eine tragende Säule des Nach-Kohle-Zeitalters sein.  © Steffen Unger

Zehn neue Mitarbeiter gehören zur sogenannten "Arbeitsgruppe Strukturwandel" der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz.

In diesen Tagen sind sie im Landkreis Görlitz unterwegs, um Ideen für die Zukunft zu sammeln.

Und sie sollen Leuten, die Projekte anpacken wollen, bei den Formalitäten und der Umsetzung helfen.

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"Neben der transparenten Information wird die Arbeitsgruppe alle Projekte greifbar machen und den Antragstellern aus dem Landkreis als Unterstützung zur Seite stehen", erklärt Landrat Bernd Lange (65, CDU).

Die neuen Mitarbeiter sollen "in die Fläche" gehen, um viele Beteiligte in den Prozess des Strukturwandels einzubinden. Und sie sollen dabei helfen, die eingesammelten Vorschläge auch in förderfähige Konzepte zu gießen.

Die Lausitz steht vor einem enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Durch den Kohleausstieg droht der Region der Wegfall von rund 8000 direkten und weiteren 16.000 Arbeitsplätzen bei Dienstleistern und Zulieferern.

Freut sich auf Ideen seiner Görlitzer Landkreis-Bewohner: Landrat Bernd Lange (65, CDU).
Freut sich auf Ideen seiner Görlitzer Landkreis-Bewohner: Landrat Bernd Lange (65, CDU).  © Steffen Füssel
Umweltaktivisten halten in Weißwasser ein Banner mit der Aufschrift "Für Arbeitsplätze ohne Umweltzerstörung" in die Höhe. Das dürfte auch eine Devise des Strukturwandels in der Lausitz sein.
Umweltaktivisten halten in Weißwasser ein Banner mit der Aufschrift "Für Arbeitsplätze ohne Umweltzerstörung" in die Höhe. Das dürfte auch eine Devise des Strukturwandels in der Lausitz sein.  © Daniel Schäfer/dpa

Förderprogramme im Umfang von bis zu 40 Milliarden Euro stehen für den Strukturwandel zur Verfügung.

Titelfoto: Steffen Unger

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