Kein höherer Rundfunkbeitrag: Deutschlandradio kündigt Tarifverträge

Köln - Nach der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent auf 18,36 Euro werden beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk erste Konsequenzen deutlich.

Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden nach der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags erste Konsequenzen deutlich (Symbolbild).
Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden nach der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags erste Konsequenzen deutlich (Symbolbild).  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Das Deutschlandradio hat von einem Sonderkündigungsrecht der laufenden Tarifverträge Gebrauch gemacht, wie der öffentlich-rechtliche Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Intendant Stefan Raue betonte: "Die Kündigung des laufenden Tarifvertrags ist für Deutschlandradio eine leider notwendige Maßnahme, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel abverlangt."

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisierte den Schritt. Der Bundesvorsitzende Frank Überall sagte der dpa: "Das könnte eine Vorreiterrolle mit sich bringen, die zu einem Flächenbrand führt."

Im Dezember hatte die Regierung Sachsen-Anhalts entgegen dem Willen aller anderen Länder die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in Deutschland von monatlich 17,50 Euro auf 18,36 Euro zum 1. Januar 2021 blockiert.

ARD, ZDF und Deutschlandradio klagten umgehend vor dem Bundesverfassungsgericht.

Eil-Anträge wurden noch vor Jahresende vom Gericht abgelehnt, in der Hauptsache gibt es noch keine Entscheidung.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Politik Deutschland:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0