264 Afghanistan-Soldaten zurück in Deutschland: "Historisches Kapitel geht zu Ende"

Von Carsten Hoffmann

Wunstorf - Die letzten Soldaten des deutschen Afghanistan-Einsatzes sind am frühen Nachmittag auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf ankommen.

Der Hauptgefreite Kay wird von seiner Mutter begrüßt.
Der Hauptgefreite Kay wird von seiner Mutter begrüßt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa-Pool/dpa

Die drei Transportmaschinen vom Typ A400M seien nach einer nächtlichen Zwischenlandung in Georgien gestartet, wie ein Bundeswehr-Sprecher am Mittwoch sagte.

Mit Hinweis auf die Corona-Pandemie verzichtet die Bundeswehr auf einen aufwendigen Empfang.

Am Vorabend war der Einsatz nach fast 20 Jahren beendet worden. Die Soldaten waren mit vier Militärmaschinen aus dem Feldlager in Masar-i-Scharif im Norden des Landes ausgeflogen worden.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58, CDU) hatte erklärt: "Ein historisches Kapitel geht zu Ende, ein intensiver Einsatz, der die Bundeswehr gefordert und geprägt hat, bei dem sich die Bundeswehr im Kampf bewährt hat. Ein Einsatz, bei dem Angehörige unserer Streitkräfte an Leib und Seele verletzt wurden, bei dem Menschen ihr Leben verloren haben, bei dem wir Gefallene zu beklagen hatten."

59 deutsche Soldaten verloren in Afghanistan ihr Leben, 35 davon bei Anschlägen oder in Gefechten.

Mehr als 12 Milliarden Euro kostete der Einsatz. Zuletzt war der Kernauftrag der Nato-Truppe die Ausbildung afghanischer Streitkräfte.

Update, 13.57 Uhr: Soldaten in Wunstorf gelandet

Die letzten Soldaten des deutschen Afghanistan-Einsatzes sind auf dem Fliegerhorst angekommen.
Die letzten Soldaten des deutschen Afghanistan-Einsatzes sind auf dem Fliegerhorst angekommen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa-Pool/dpa

Die deutschen Soldaten sind zurück in Deutschland.

Am Mittwochnachmittag landeten drei Transportflugzeuge der Luftwaffe auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf, wie ein dpa-Korrespondent berichtete.

Nach Angaben aus der Bundeswehr waren an Bord der drei zusammen gestarteten Maschinen insgesamt 264 Männer und Frauen.

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Darunter waren auch 20 Mann des Kommandos Spezialkräfte (KSK), die zur Absicherung des am Vortag geräumten Feldlagers in Masar-i-Scharif nach Afghanistan verlegt worden waren.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa-Pool/dpa

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