Biden droht Taliban mit militärischer Reaktion, deutscher Flieger endlich gelandet

Kabul (Afghanistan) - Die Luftwaffe ist unter schwierigen Bedingungen auf dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gelandet.

Solch ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M landete gegen 22 Uhr deutscher Zeit auf dem Kabuler Flughafen. (Symbolbild)
Solch ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M landete gegen 22 Uhr deutscher Zeit auf dem Kabuler Flughafen. (Symbolbild)  © dpa/Moritz Frankenberg

Ein Transportflugzeug vom Typ A400M setzte am späten Montagabend zur Evakuierung deutscher Staatsbürger auf der zeitweise wegen chaotischer Zustände gesperrten Rollbahn auf, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Nachdem eine Maschine stundenlang über Afghanistan kreiste und mehrfach zum Tanken in anderen Ländern zwischenlanden musste, konnte sie laut Bild gegen 22.01 Uhr landen.

Indes drohte US-Präsident Joe Biden (78) den Taliban für den Fall eines Angriffs auf US-Kräfte mit "einer raschen und starken" militärischen Reaktion.

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Das gelte für jede Handlung der Taliban in Afghanistan, die das US-Personal oder deren Mission gefährden würde, sagte Biden am Montagabend im Weißen Haus.

Der Präsident gab auch seine Meinung zur Reaktion der afghanischen Armee in dieser schwierigen Zeit bekannt.

Joe Biden (78), Präsident der USA, droht den Taliban.
Joe Biden (78), Präsident der USA, droht den Taliban.  © dpa/AP/Evan Vucci

Biden sieht Rückzug auf Afghanistan als richtige Entscheidung

"Die politischen Anführer Afghanistans haben aufgegeben und sind aus dem Land geflohen", sagte Biden weiter im Weißen Haus. "Das afghanische Militär ist zusammengebrochen, manchmal ohne zu versuchen zu kämpfen."

Die jüngsten Ereignisse hätten bekräftigt, dass der US-Truppenabzug aus Afghanistan die richtige Entscheidung gewesen sei.

"Amerikanische Truppen können und sollten nicht in einem Krieg kämpfen und in einem Krieg sterben, den die afghanischen Streitkräfte nicht bereit sind, für sich selbst zu führen."

Titelfoto: Montage: dpa/Moritz Frankenberg, dpa/AP/Evan Vucci

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