Bundeswehr-Patrouille in Mali mit Autobombe angegriffen, mindestens 15 Verletzte

Von Carsten Hoffmann, Jens Dudziak

Berlin/Mali - Bei einem Bombenanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille im westafrikanischen Mali sind am Freitag nach ersten Informationen 15 UN-Blauhelme verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Die Soldaten haben ein Feldlager in Gao (Symbolbild).
Die Soldaten haben ein Feldlager in Gao (Symbolbild).  © Michael Kappeler/dpa

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind mindestens zwölf deutsche Soldaten verletzt worden. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr informierte am Freitag zudem die Obleute im Verteidigungsausschuss darüber, dass ein weiterer UN-Soldat einer anderen Nation verletzt worden sei.

Die verletzten Deutschen waren demnach in einem stabilen Zustand und wurden behandelt.

Der Angriff mit einer Autobombe erfolgte gut 140 Kilometer nördlich von Gao, wie die UN-Truppe mitteilte.

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Ein Feldlager in Gao ist Basis der deutschen UN-Soldaten in dem Land. Von dort aus werden Patrouillen zur Aufklärung ins Land geschickt, teils auch in Begleitung malischer Kräfte.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erfolgte der Angriff am Morgen gegen 6.30 Uhr (Ortszeit) und richtete sich gegen die stehenden Fahrzeuge.

Wegen der großen Zahl der Verletzten waren mehrere Hubschrauber im Rettungseinsatz.

Die UN-Mission Minusma in Mali hat einen Auftrag zur Stabilisierung des Landes, in dem islamistische Terrorgruppen aktiv sind. Derzeit sind rund deutsche 900 Soldaten an dem UN-Einsatz beteiligt. Der Großteil von ihnen ist im Camp Castor stationiert.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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