Bundeswehr raus aus Afghanistan: Nato beschließt Truppenabzug

Berlin - Nun geht es also relativ schnell: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58, CDU) geht davon aus, dass die Nato-Staaten am Mittwoch den gemeinsamen Abzug aus Afghanistan zum 11. September beschließen werden.

Die Bundeswehr ist mit nur noch 1000 Soldaten in Afghanistan. Es waren anfangs deutlich mehr. (Archivbild)
Die Bundeswehr ist mit nur noch 1000 Soldaten in Afghanistan. Es waren anfangs deutlich mehr. (Archivbild)  © Maurizio Gambarini/dpa

"Wir haben immer gesagt, wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus", sagte sie am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.

"Ich stehe für einen geordneten Abzug. Und deswegen gehe ich davon aus, dass wir das heute so beschließen werden."

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die USA als größter Truppensteller ihre Soldaten aus Afghanistan nach 20 Jahren zum 11. September abziehen wollen - dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington.

An diesem Mittwoch wollen die Außen- und Verteidigungsminister der Nato-Staaten darüber beraten.

Kramp-Karrenbauer machte klar, dass der Abzug der US-Soldaten auch den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bedeuten wird. Deutschland hat zurzeit rund 1000 Soldaten vor Ort.

Die USA wollen ihre Soldaten nach 20 Jahren aus Afghanistan abziehen. (Archivbild)
Die USA wollen ihre Soldaten nach 20 Jahren aus Afghanistan abziehen. (Archivbild)  © Massoud Hossaini/AP/dpa

"Das würde bedeuten, dass wir unsere Planungen auch in der Nato mit den Planungen der USA synchronisieren." Die USA wollen vor dem 1. Mai mit dem Abzug beginnen und ihn bis zum 11. September abgeschlossen haben.

Update, 20.15 Uhr: Abzug eingeleitet

Die Nato leitet nach der Rückzugsentscheidung der USA das Ende ihres Einsatzes in Afghanistan ein.

Die Alliierten hätten entschieden, mit dem Abzug aus dem Land zu beginnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend nach einer Videokonferenz der Außen- und Verteidigungsminister der 30 Bündnisstaaten von Diplomaten.

Titelfoto: Maurizio Gambarini/dpa

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