Bundeswehr: Reservisten-Chef fordert Impfpflicht für Soldaten

Düsseldorf - Der Präsident des Bundeswehr-Reservistenverbands Patrick Sensburg (50) hat sich laut einem Bericht für eine Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen.

Soldaten der Bundeswehr bei einem Appell.
Soldaten der Bundeswehr bei einem Appell.  © Sina Schuldt/dpa

"Ich selbst halte eine Impfpflicht für den richtigen Weg. Ohne sie werden wir nicht aus der Pandemie kommen", sagte der aus dem Sauerland stammende Sensburg der Wirtschaftswoche.

Die Soldaten würden aktuell wieder zunehmend zur Amtshilfe aufgefordert, zitierte das Magazin einen Sprecher des Kommandos Territoriale Aufgaben.

Sie unterstützten Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung oder auch Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Impfzentren beim Testen und Impfen.

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Die Bundeswehr entsende "möglichst nur geimpfte Soldaten" für Amtshilfe in sensiblen Bereichen.

"Dass Ungeimpfte in Pflegeheimen arbeiten, wird es in Zukunft nicht mehr geben", meinte Sensburg, dessen Verband etwa 110.000 Reservisten vertritt.

Vorschlag: Kein ungeimpftes Personal mehr im Einsatz

"Egal, ob das fest angestelltes Pflegepersonal ist oder Soldatinnen und Soldaten oder Reservistinnen oder Reservisten sind."

Der frühere CDU-Abgeordnete Sensburg war in seinem Kreisverband im Hochsauerland im April gegen seinen Parteikollegen Friedrich Merz (66) in einer Kampfabstimmung um eine Direktkandidatur für den Bundestag unterlegen gewesen.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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