Kommunen setzen im Kampf gegen Corona zunehmend auf Bundeswehr

Stuttgart - Die Bundeswehr wird im Kampf gegen die Corona-Pandemie zum unverzichtbaren Partner der Kommunen. In allen Teilen des Landes unterstützt sie die Behörden vor allem bei der Verfolgung von Kontakten von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Bundeswehrsoldaten marschieren während eines Medientermins auf ein Gesundheitsamt zu.
Bundeswehrsoldaten marschieren während eines Medientermins auf ein Gesundheitsamt zu.  © Bernd Thissen/dpa

Nach Angaben des Landeskommandos Baden-Württemberg sind derzeit bereits 112 Kräfte in den Gesundheitsämtern im Land im Einsatz. Die meisten Soldaten helfen in Stuttgart (60), gefolgt von Esslingen mit 15. 

Im Corona-Testzentrum Balingen und im Gesundheitsamt Hechingen sind fünf Soldaten tätig, die überdies auch Patienten aufklären und Abstriche vornehmen. Jeweils bis zu zehn Soldaten sind in den Kreisen Enz, Breisgau-Hochschwarzwald, Heilbronn, Reutlingen und Ortenau in ähnlicher Mission unterwegs. 

Ab sofort und in den kommenden Tagen bekommen folgende Gesundheitsämter Verstärkung: Heidelberg (10 Soldaten), Karlsruhe (10), Heilbronn Stadt (4), Mannheim (30) und der Neckar-Odenwald-Kreis (5). Angefragt haben auch Calw, Ludwigsburg sowie der Main-Tauber- und der Ostalbkreis.

Die Kommunen beantragen die Hilfe über die Regierungspräsidien und das Land, um sicherzustellen, dass vor einem Bundeswehreinsatz alle zivilen Ressourcen ausgeschöpft wurden. 

Die Bundeswehr prüft, ob die beantragte Unterstützungsleistung rechtlich zulässig ist und sie diese überhaupt erbringen kann. Erst dann kann der Antrag gebilligt werden.

Im Landeskommando Baden-Württemberg dienen 102 Berufs- und Zeitsoldaten und 15 freiwillig Wehrdienstleistende. Das Personal für die Amtshilfe wird grundsätzlich durch die verschiedenen Verbände der Bundeswehr in Baden-Württemberg gestellt. Dafür sind rund 270 Soldaten in Bereitschaft. 

Insgesamt stehen bis zu 15.000 Männer und Frauen in ganz Deutschland für Unterstützungsleistungen bereit.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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