Kriegsschiff "Hamburg" bricht in Richtung Libyen auf

Wilhelmshaven - Anfang August läuft die Fregatte "Hamburg" für knapp fünf Monate in Richtung Mittelmeer aus. Dort soll sie den Auslandseinsatz "Irini" der Europäischen Union unterstützen.

Am Dienstag läuft die Fregatte in Richtung Mittelmeer aus.
Am Dienstag läuft die Fregatte in Richtung Mittelmeer aus.  © Presse- und Informationszentrum Marine

Bisher hatte sich die Deutsche Marine mit einem Seefernaufklärer P-3C "Orion" beteiligt, welcher vom Marinefliegerstützpunkt Nordholz startete (TAG24 berichtete). Mit der "Hamburg" ist erstmals ein Schiff der Deutschen Marine bei "Irini".

"Wir stehen vor einem Einsatz, der in mehrfacher Hinsicht Schiff und Besatzung vor bisher unbekannte Herausforderungen stellen wird. Fregatte 'Hamburg' wird die erste deutsche seegehende Einheit in der Operation 'Irini' sein und sicherlich hier und dort auf schwierigem politischen und operativen Terrain Pionierarbeit leisten müssen", sagt der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Fitschen (42), mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe. 

"Neben der Stammbesatzung laufen wir mit einem breiten Portfolio an eingeschifften Fähigkeiten aus, etwa mit zwei Bordhubschraubern und einer Boardingkomponente des Seebataillons."

Auch die Auswirkungen der Corona-Krise spielen für die Mannschaft eine tragende Rolle, die die Transitzeiten, Hafenplanungen und Landgangsbestimmungen beeinflussen werden.

Möglicherweise könne die Mannschaft das Schiff dann erst wieder am Einlauftag in Wilhelmshaven, am 20. Dezember, verlassen können.

Einsatzort im Mittelmeer

"Allen Widrigkeiten in der Einsatzvorbereitung zum Trotz bin ich sicher, dass wir einen wirksamen Beitrag zur Operation leisten können und freue mich auf die kommenden viereinhalb Monate", so der Kommandant.

Im Mittelmeer wird die Fregatte als Hauptaufgabe einen Beitrag zur Umsetzung des durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen leisten.

Weitere Aufgaben sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Ausfuhr von Erdöl und Kraftstoff aus Libyen. 

Titelfoto: Presse- und Informationszentrum Marine

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