Monate ohne Landgang: Kriegsschiff "Brandenburg" läuft zu Nato-Einsatz aus

Wilhelmshaven - Die Fregatte "Brandenburg" läuft am Dienstag (10 Uhr) von Wilhelmshaven zu einem mehrmonatigen Einsatz in der Ägäis aus.

Die "Brandenburg" läuft am Dienstag zum Nato-Einsatz im Mittelmeer aus. (Archivbild)
Die "Brandenburg" läuft am Dienstag zum Nato-Einsatz im Mittelmeer aus. (Archivbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Schiff, auch bekannt als "Roter Adler" soll nach Angaben der Marine den Einsatzgruppenversorger "Berlin" als Teil eines ständigen Nato-Verbandes ablösen und die griechische und türkische Küstenwache sowie die europäische Grenzschutzagentur Frontex bei der Überwachung des Seeraums unterstützen. 

Wegen der Corona-Pandemie erwartet die Besatzung Entbehrungen. 

Sie werde voraussichtlich "keinerlei Möglichkeit zum Landgang während der gesamten Einsatzdauer haben". 

"Wir werden das Schiff voraussichtlich erst wieder nach dem Einlaufen in unseren Heimathafen im Februar kommenden Jahres verlassen dürfen", wird Kommandant Jan Hackstein in einer Mitteilung zitiert.

Der Einsatzgruppenversorger "Berlin", der Anfang April ebenfalls unter Corona-Einschränkungen gestartet war, soll im September zurückkehren.

Update, 15 Uhr: Die "Brandenburg" ist unterwegs

Angehörige der Besatzungsmitglieder winken zum Abschied der Fregatte "Brandenburg" in Wilhelmshaven.
Angehörige der Besatzungsmitglieder winken zum Abschied der Fregatte "Brandenburg" in Wilhelmshaven.  © Sina Schuldt/dpa

Die Fregatte "Brandenburg" ist am Dienstagvormittag in See gestochen. 

Normalerweise könnten die rund 230 Menschen an Bord alle 10 bis 14 Tage einen Hafen besuchen, wegen der Corona-Pandemie wird das nach Angaben eines Marinesprechers nicht möglich sein. 

An Bord wurden extra neue Freizeitmöglichkeiten für die Besatzung geschaffen, etwa ein Fitnessraum in einem Hubschrauberhangar. 

Angehörige konnten sich vor dem Auslaufen verabschieden, durften aber das Schiff nicht wie gewohnt betreten. 

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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