Bundeswehr muss große Militär-Übung in der Ostsee absagen

Rostock - Die Marine hat am Donnerstag ihr Herbstmanöver "Northern Coasts" in der Ostsee wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Ein Minenabwehrverband mit Schiffen aus Lettland, Polen, Schweden und Deutschland fährt beim Manöver "Northern Coasts" auf der Ostsee. (Archivbild)
Ein Minenabwehrverband mit Schiffen aus Lettland, Polen, Schweden und Deutschland fährt beim Manöver "Northern Coasts" auf der Ostsee. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Die Großübung hätte vom 28. August bis 10. September im Kattegat sowie der westlichen und mittleren Ostsee stattfinden sollen.

Als Hauptorganisator habe der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, das multinationale Manöver in einem Schreiben an die beteiligten Partner abgesagt, teilte die Marine mit. 

Wie Krause in seinem Schreiben aufführe, seien für die voraussehbare Zukunft die meisten militärischen Übungen in Europa abgesagt worden.

In diesem Jahr wäre Dänemark Gastland der deutschen Einladungsübung gewesen, eine Funktion, die jedes Jahr wechselt. 

Dennoch bereitet die Deutsche Marine eine multinationale Übung in kleinerem Rahmen im Ostseeraum vor, die im September stattfinden soll. 

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 40 Schiffen mit rund 3000 Soldaten aus 18 Nationen an dem zweiwöchigen Manöver teilgenommen.

"Northern Coasts" ist ein Bundeswehr-Manöver, zu dem das Militär anderer Länder eingeladen wird. 

Regelmäßige Teilnehmer sind grundsätzlich alle Ostseeanrainer der Nato und der Europäischen Union sowie weitere Bündnispartner.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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