"Taktische Fernverlegung" geplant: Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für Corona-Patienten bereit!

Köln - Die Luftwaffe der Bundeswehr hält in Köln nun zwei Flugzeuge für einen Hilfseinsatz zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie bereit.

Die Luftwaffe hatte im April Patienten aus Italien nach Deutschland verlegt. Jetzt bereitet die Bundeswehr den Transport von deutschen Corona-Patienten per Flugzeug vor.
Die Luftwaffe hatte im April Patienten aus Italien nach Deutschland verlegt. Jetzt bereitet die Bundeswehr den Transport von deutschen Corona-Patienten per Flugzeug vor.  © Sarah Wetjen/Luftwaffe/dpa

Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH ("offener Himmel").

In dieses seien am Vortag zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden, sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Donnerstag.

Über sechs Intensivplätze verfüge der Airbus A310 MedEvac.

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Schnelle Transportkapazitäten sollen bereitgehalten werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können.

Die ersten Patienten könnten schon Ende der Woche ausgeflogen werden, berichtete der BR24 am Mittwoch. Die Planungen laufen unter dem Manöverbegriff "Taktische Fernverlegungen".

Die Luftwaffe verfügt auch über einen A400M "MedEvac" im niedersächsischen Wunstorf.

Diese wurde vergangene Woche noch für mögliche militärische Aufgaben bereitgehalten.

Die fliegende Intensivstation Airbus A310 wurde auch bei der Rückholaktion aus Afghanistan genutzt. Hier wurde der Flieger in der usbekischen Hauptstadt Taschkent bereitgehalten.

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Die Bundesregierung kann die Luftwaffe zur Verlegung von schwerkranken Corona-Patienten aus besonders betroffenen Gebieten nutzen.

Schnelle Transportkapazitäten sollen so bereitgehalten werden, um Erkrankte bei einer Überlastung von Intensivstationen in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können.

Titelfoto: Sarah Wetjen/Luftwaffe/dpa

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