Verteidigungs-Ministerin besucht Soldaten bei Mali-Vorbereitungen

Gardelegen - Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (57, SPD) wird am Montag (13 Uhr) im Gefechtsübungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide erwartet.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (57, SPD) wird in der Colbitz-Letzlinger Heide erwartet
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (57, SPD) wird in der Colbitz-Letzlinger Heide erwartet  © Michael Kappeler/dpa

Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten, die sich auf einen Einsatz im westafrikanischen Mali vorbereiten, stehen im Mittelpunkt des Besuchs der Ministerin, wie die Bundeswehr vorab mitteilte.

Seit dem 27. Juni üben den Angaben zufolge erstmals alle Soldatinnen und Soldaten zusammen, die gemeinsam Ende des Jahres in den Einsatz gehen.

Nach dem Ende dieses Übungsdurchgangs sollen die formalen Voraussetzungen für die Einsatzausbildung abgeschlossen sein.

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Die UN-Friedensmission in Mali (Minusma) soll die Waffenruhevereinbarungen und die vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen den Konfliktparteien sowie die Umsetzung eines Abkommens für Frieden und Aussöhnung unterstützen, hieß es.

Mit rund 13.000 Blauhelmsoldaten und knapp 2000 Polizisten solle der Einsatz der Vereinten Nationen in Mali zur Stabilisierung des Landes beitragen.

Mali gilt als politisch äußerst instabil

Der Deutsche Bundestag hat für die Beteiligung der Bundeswehr eine Obergrenze von 1400 Soldatinnen und Soldaten festgelegt, wie die Bundeswehr weiter mitteilte.

Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil.

Seit dem Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer militärischen Übergangsregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll. Dem Krisenstaat machen seit Jahren islamistische Terrorgruppen zu schaffen.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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