Nach schwerer Corona-Erkrankung: AfD-Maskengegner Seitz kehrt in Bundestag zurück

Lahr/Berlin - Der an Covid erkrankte AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz (53) ist aus der Reha entlassen worden.

Berlin, 30. Oktober 2020: Thomas Seitz mit "Danke MRKL"-Mundschutz im Bundestag.
Berlin, 30. Oktober 2020: Thomas Seitz mit "Danke MRKL"-Mundschutz im Bundestag.  © Kay Nietfeld/dpa

Das teilte sein Büro am Donnerstag in einem Schreiben mit, welches TAG24 vorliegt.

"Ich freue mich bereits auf die kommende Plenarwoche, wenn ich in Berlin wieder aktiv am Parlamentsbetrieb teilnehmen kann", wird der 53-Jährige in der Pressenotiz zitiert.

Und weiter: "Der Reha-Aufenthalt hat meine körperliche Leistungsfähigkeit deutlich gesteigert."

Seitz wurde demnach am Montag aus einer Reha-Klinik im baden-württembergischen Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) entlassen.

Am Montag soll er seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter wieder in vollem Umfang aufnehmen.

Mitte Dezember war bekannt geworden, dass sich Seitz, der immer wieder Reden gegen die Maskenpflicht hielt, mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Die Krankheit nahm bei ihm einen schweren Verlauf.

Seitz lag wochenlang auf Intensivstation

Er lag wochenlang auf der Intensivstation. "Ich danke von Herzen allen Ärzten und Klinikmitarbeitern, die mit ihrer hoch qualifizierten Arbeit mein Überleben trotz schlechter Prognose ermöglicht haben", teilte der 53-Jährige im Januar mit.

Seitz war unter anderem bei einer Bundestagssitzung im November aufgefallen, als er mit einer löchrigen Schutzmaske zum Rednerpult kam. Vizepräsidentin Claudia Roth (65, Grüne) untersagte ihm damals, damit zu seinem Platz zurückzugehen und reichte ihm eine frische FFP2-Maske.

Als Seitz sich über den "Maulkorb" beschwerte, drohte ihm Roth ein Ordnungsgeld an. Bei einer Fraktionssitzung zu Beginn der Pandemie war Seitz dagegen einer der wenigen AfD-Abgeordneten gewesen, der einen Mund-Nase-Schutz trug.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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