Mit Alice Weidel: AfD veranstaltet Corona-Demo in Stuttgart!

Stuttgart - Seit Wochen ziehen die "Querdenken 711"-Demonstrationen gegen die Coronavirus-Maßnahmen die Menschen nach Stuttgart. Zuletzt kamen regelmäßig zig Tausende auf den Cannstatter Wasen, um zu protestieren. Auch am kommenden Wochenende wird wieder demonstriert. Nun will auch die AfD den Protest auf die Straße tragen.

Am Sonntag tritt AfD-Frontfrau Alice Weidel als Sprecherin auf. (Montage)
Am Sonntag tritt AfD-Frontfrau Alice Weidel als Sprecherin auf. (Montage)  © Montage: CDC/ZUMA Wire/dpa, Carsten Koall/dpa

Wie es auf der Homepage der baden-württembergischen AfD heißt, findet am Sonntag, 24. Mai, auf dem Schillerplatz in Stuttgart eine Demo unter dem Motto "Gebt uns unsere Grundrechte zurück!" statt.

"Aufgrund der anhaltenden Nichtberichterstattung über die Inhalte und Positionen der AfD zur Corona-Krise halten wir es für geboten, von unserem Versammlungsrecht Gebrauch zu machen und die Bürger auf direktem Wege über die Positionen und die Arbeit der Alternative für Deutschland zu informieren", ist dort zu lesen. 

Und weiter: "Die Freiheit und die Arbeitsplätze unserer Bürger sind uns nicht egal! Wir fordern die Aufhebung aller coronabedingten Schließungen und Zwangsmaßnahmen!" 

Neben weitere Vertretern des Landesvorstands werde am Sonntagnachmittag auch die AfD-Landesvorsitzende Alice Weidel (41) bei der Veranstaltung sprechen, kündigt die Partei an. Die Demo beginnt um 14 Uhr.

Nachfrage bei der Polizei: Wie läuft bei den Beamten derzeit die Planung für den Sonntag - auch angesichts der brutalen Attacke mutmaßlich Linksradikaler auf drei Demo-Teilnehmer am vergangenen Samstag (TAG24 berichtete)?

"Die Einsatzplanungen laufen auf Hochtouren", so Pressesprecherin Monika Ackermann vom Polizeipräsidium Stuttgart gegenüber TAG24. "Wir gehen davon aus, dass die linke Szene sich mobilisieren wird."

Was erwartet man am Sonntag angesichts der aufgeheizten Lage? "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es an manchen Stellen heiß hergehen könnte. Vor allem, wenn Teilnehmer der AfD-Kundgebung auf Teilnehmer der Gegenkundgebungen treffen."

Zwar seien laut Ackermann Stand jetzt noch keine Gegendemos angemeldet worden, "aber das kann sich noch ändern".

Nach Attacke: Gibt es Videoaufnahmen?

Nach der Attacke am Samstag liegt ein Opfer am Boden.
Nach der Attacke am Samstag liegt ein Opfer am Boden.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Auch zu der Attacke am Samstagnachmittag gibt es Neuigkeiten. 

Wie berichtet waren drei Männer (38, 45, 54) auf dem Weg zur "Querdenken 711"-Demo auf dem Wasengelände, als sie in der Mercedesstraße von Dutzenden mutmaßlich Linksradikalen mit Schlägen und Tritten traktiert wurden. 

Der 54-Jährige schwebt nach dem Angriff in Lebensgefahr (TAG24 berichtete). Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Entgegen früheren Informationen sei bei dem Vorfall aber keine Schreckschusspistole zum Einsatz gekommen. Auch wurde keine nahe des Tatorts gefunden. Dies war seitens der Polizei gegenüber unserer Redaktion zunächst geschildert worden.

Sprecherin Ackermann bestätigt am Mittwoch telefonisch, dass zwei Schlagringe gefunden wurden. "Es spricht viel dafür, dass diese etwas mit der Tat zu tun haben." 

Ob, wie und durch wen die Schlagringe zum Einsatz kamen, werde derzeit ermittelt. Tatverdächtige beziehungsweise gar Festnahmen geb es bislang noch nicht.

Update: 16 Uhr

Gegenkundgebung angekündigt

Angesichts der bevorstehenden AfD-Demo hat das Bündnis "Stuttgart gegen Rechts" eine Gegenkundgebung angekündigt.

Ab 13 Uhr wolle man in der Stuttgarter Innenstadt gegen "die rechte Stimmungsmache" protestieren, wie es in einem Tweet heißt.

Titelfoto: Montage: CDC/ZUMA Wire/dpa, Carsten Koall/dpa

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