Sonntags-Fahrverbot für Motorräder?! AfD-Meuthen grätscht dazwischen

Stuttgart - Ob nun sattes Blubbern oder heiseres Kreischen: Für Motorrad-Fahrer zählt auch der satte Sound ihrer Maschinen. Doch der Bundesrat hat davon jetzt die Nase voll und holt die Verbotskeule raus. Da meldet sich AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen (58) zu Wort.

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen.
AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Kurzer Rückblick: Wie die Zeit meldet, fordert der Bundesrat, dass Motorräder in Zukunft weniger Lärm verursachen sollen. Künftig sollen die Zweiräder höchstens noch so laut sein wie ein Rasenmäher oder ein vorbeifahrender Laster.

Und damit nich genug: Auch will die Länderkammer beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Nun muss die Bundesregierung entscheiden, ob (und wann) sie die Anregung umsetzt.

Diese Pläne haben dafür gesorgt, dass sich Jörg Meuthen auf Facebook gemeldet hat - und zwar lautstark! In seinem Beitrag schießt er sich am Montag vor allem auf eine Partei ein: die Grünen. 

So säßen "die ökosozialistischen 'Grünen'" zwar nicht in der Bundesregierung, "aber über den Bundesrat üben sie einen erheblichen und zugleich fatalen Einfluss auf die Bundespolitik aus". 

Dieser Einfluss stehe, so Meuthen, "in groteskem Gegensatz zu ihren Wahlergebnissen und damit zur Anzahl der gewählten Abgeordneten dieser Partei in den deutschen Parlamenten". 

Dann kommt er auf den Einfluss der Grünen im Bundesrat zu sprechen: "Dort sind nur die jeweiligen Landesregierungen vertreten, und erschreckenderweise können die Grünen über 45 der 69 dort verfügbaren Stimmen mitentscheiden."

Meuthen: "Hirnverbrannte, freiheitsfeindliche Idee"

An Sonn- und Feiertagen gemütlich cruisen? Das könnte künftig verboten werden. (Symbolbild)
An Sonn- und Feiertagen gemütlich cruisen? Das könnte künftig verboten werden. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Der Einfluss, den sie dort hätten, zeige sich auch "an der neuesten, hirnverbrannten, freiheitsfeindlichen Idee", nämlich dem Sonn- und Feiertagsverbot für Motorräder - und der Lärmgrenze.

Für den prominetnten AfD-Politiker ist dies der "nächste Schritt in Richtung grüner Verbotsrepublik". 

Begründung des 58-Jährigen: "Genau dann, wenn die Menschen mal Zeit haben, nämlich sonn- und feiertags, sollen sie ihrem Hobby nicht nachgehen dürfen, sofern dieses Hobby Motorradfahren heißt."

Zumal nicht jeder Kradfahrer nur zum Spaß auf dem Moped unterwegs sei. "Da ein Motorrad nämlich günstiger im Unterhalt ist, ist es auch für Menschen mit schmalem Geldbeutel Garant für die individuelle Mobilität", schreibt Meuthen.

Sollten die gewünschten Fahrverbote kommen, "ist es für Motorradfahrer nicht nur vorbei mit dem sonntäglichen Hobby, sondern für einen Teil dieser Menschen auch mit dem schnellen Besuch beispielsweise der eigenen Eltern oder guter Freunde, wenn diese zu weit entfernt wohnen".

Der AfD-Mann fordert statt Verboten auf technische Lösungen zu setzen. Und fragt: "Warum muss es gleich wieder die maximale Keule eines kompletten Fahrverbots sein?"

Die Antwort auf seine gestellte Frage liefert er gleich nach: "Weil die ökosozialistischen, verbotsfanatischen 'Grünen' es genau so wollen." Damit nicht genug: Die Unionsparteien sowie die FDP beschuldigt Meuthen, sich längst "am Wahn der 'Grünen'" zu orientieren, um mit diesen paktieren zu können.

Sein Posting schließt er mit den Worten: "Höchste Zeit daher, die 'Grünen' als das zu benennen, was sie sind: Freiheitsfeindliche, verbotsfanatische, antibürgerliche Ökosozialisten."

Titelfoto: Montage: Felix Kästle/dpa, Hauke-Christian Dittrich/dpa

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