AfD-Chef Chrupalla blamiert sich in Interview mit Kinderreporter

Berlin - Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla (56) hätte gerne, dass in den Schulen hierzulande mehr deutsches Kulturgut vermittelt wird – auf die Frage eines ZDF-Kinderreporters nach seinem deutschen Lieblingsgedicht musste er allerdings passen.

Unangenehm! Obwohl sich AfD-Chef Tino Chrupalla (56) mehr deutsche Gedichte an Schulen wünscht, fällt ihm selbst keins eins.
Unangenehm! Obwohl sich AfD-Chef Tino Chrupalla (56) mehr deutsche Gedichte an Schulen wünscht, fällt ihm selbst keins eins.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Sichtlich verunsichert antwortete der 46-Jährige: "Mein Lieblingsgedicht, ist, ehm, da muss ich, da müsste ich jetzt erst mal überlegen, fällt mir jetzt gar keins ein."

Auf die Nachfrage von logo!-Reporter Alexander, ob der AfD-Politiker denn vielleicht einen Lieblingsdichter habe, antwortete Chrupalla "Heinrich Heine."

Zuvor hatte er betont, seine Partei wolle, dass wieder mehr deutsche Volkslieder und deutsche Gedichte gelehrt würden, die deutschen Dichter und Denker wieder mehr in den Schulen gewürdigt würden.

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Daraufhin hatte Alexander gesagt, er finde, dass bereits relativ viele Gedichte auswendig gelernt werden müssten.

Nicht punkten konnte Chrupalla zudem bei der Frage, was das Jugendwort "cringe" (fremdschämen) bedeute.

Schaut Euch das Video selbst an:

Im Netz gab es für seine Aussagen Spott und Häme. Ein Nutzer twitterte: "Es ist wie Sarah Palin nach ihrer Zeitungslektüre zu fragen. Oder Donald Trump nach seiner liebsten Bibelstelle." Ein anderer schrieb: "Chrupalla kennt keine deutschen Gedichte aber mag Heine, cringer geht's nicht."

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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