AfD findet Corona-Lockerungen "unverständlich und widersprüchlich"

Berlin - Der von Bund und Ländern vorgelegte Fahrplan für eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Schulen ist aus Sicht der AfD nicht überzeugend. 

Jörg Meuthen (58, AfD).
Jörg Meuthen (58, AfD).  © DPA / Paul Zinken

"Die beschlossenen Corona-Lockerungen sind in vielen Punkten unverständlich und widersprüchlich", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 

Beispielsweise sei nicht nachvollziehbar, warum Restaurants und Kirchen geschlossen bleiben sollten, während weitere Geschäfte öffnen dürften.

"Wenn die Menschen Hygiene- und Abstandsregeln im Supermarkt, beim Bäcker, an der Tankstelle und in Autohäusern - die demnächst wieder öffnen dürfen - einhalten können, dann können sie die selbstverständlich auch in Restaurants und in Kirchen einhalten", sagte der AfD-Chef. 

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Gerade in der Gastronomie kämpften viele kleine Unternehmen ums Überleben.

Gaststätten sollten deshalb - ausgestattet mit einem individuellen Abstands- und Hygienekonzept - so schnell wie möglich wieder öffnen dürfen, forderte Meuthen. 

"Und für die Kirchen gilt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein." 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.  © Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Laut AfD sollten Kirchen wieder für gemeinsame Gottesdienste geöffnet werden

Gerade in Krisenzeiten könne der gemeinsame Gottesdienste Trost und Hoffnung spenden. Die Kirchen müssten daher sofort wieder für gemeinsame Gottesdienste geöffnet werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Mittwoch mit den Regierungschefs der Länder darauf geeinigt, einen Teil der Geschäfte ab der kommende Woche wieder zu öffnen. Wann Restaurants wieder Gäste empfangen dürfen und wie lange es dauern wird, bis Gottesdienste wieder erlaubt sind, ist noch offen.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa / DPA / Paul Zinken

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