AfD-Fraktion schießt gegen Kanzlerin: "Nicht Angela Merkel, Jesus Christus besiegt den Tod"

Berlin - Die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus lässt nichts unversucht, um ihre Kritik an der Anti-Corona-Politik des Senats und der Bundesregierung deutlich zu machen.

Alexander Gauland (80, AfD) geht im Oktober 2020 vor Angela Merkel (66, CDU), die eine Regierungserklärung im Bundestag zur Bewältigung der Corona-Pandemie abgegeben hatte, zum Rednerpult.
Alexander Gauland (80, AfD) geht im Oktober 2020 vor Angela Merkel (66, CDU), die eine Regierungserklärung im Bundestag zur Bewältigung der Corona-Pandemie abgegeben hatte, zum Rednerpult.  © Kay Nietfeld/dpa

Nun musste dafür sogar der liebe Gott herhalten. Die Überschrift eines Antrags für die Parlamentssitzung am Donnerstag hatte es in sich. "Nicht Angela Merkel, Jesus Christus besiegt den Tod", war dort zu lesen. "Erlösung und Heil findet der Mensch durch Gottes Gnaden, nicht durch Merkels Gnaden!"

Worum es der AfD-Fraktion ging? Sie wandte sich gegen die Empfehlung von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und der Ministerpräsidenten an die Kirchen, zu Ostern auf Präsenzgottesdienste mit Besuchern zu verzichten und auf Online-Formate zu setzen. Die Bitte zog die Bundesregierung inzwischen wieder zurück.

Das gemeinsame Erleben der Gegenwart Gottes in einer Kirche sei gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Bedürfnis der Menschen, das nicht durch Online-Angebote gestillt werden könne, argumentierte die AfD.

"Zum Leben des Glaubens gehört nicht der Monitor, sondern der Mitgläubige", hieß es. Der Antrag wurde abgelehnt.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

Mehr zum Thema AfD: