AfD-Frau Alice Weidel muss sich entschuldigen

Überlingen - Nach Falschbehauptungen hat sich AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel (42) auch auf Twitter bei der Stadt Überlingen entschuldigt.

Alice Weidel (42, AfD) musste sich bei der Stadt Überlingen entschuldigen.
Alice Weidel (42, AfD) musste sich bei der Stadt Überlingen entschuldigen.  © Sebastian Gollnow/dpa

"Ich bin einer Wanderlegende aufgesessen. Selbstverständlich werde ich die falsche Geschichte nicht wiederholen", schrieb sie am Mittwoch in dem Netzwerk. "Sorry, liebe Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Ihr macht einen tollen Job. Danke!"

Die Stadt hatte zuvor angekündigt, juristisch gegen Weidel vorgehen zu wollen. Die Kommune verlangt eine Unterlassungserklärung, wie mehrere Medien berichteten - unter anderem, weil Weidel sich aus Sicht der Stadt nicht wie von ihr angekündigt öffentlich auf ihrem Twitter-Kanal entschuldigt hatte.

Daran wird die Stadt nach anwaltlicher Beratung festhalten, "um derartige Falschbehauptungen für die Zukunft auszuschließen", wie die Stadt auf Anfrage mitteilte.

Weidel hatte nach Angaben der Stadt Ende Januar bei einer Rede in Schwäbisch Gmünd das Ordnungsamt bezichtigt, verdeckt zu ermitteln und Corona-Verstöße zu provozieren, um diese anschließend mit einem hohen Bußgeld zu sanktionieren.

Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts soll sich demnach mit Absicht ohne Mundschutz in einer Bäckerei in der Stadt am Bodensee bedienen lassen haben, um von der Verkäuferin dann 2500 Euro Bußgeld zu kassieren.

Allerdings erwiesen sich die Behauptungen als falsch. Weidel hatte sich dafür bereits bei der Stadt entschuldigt. Sie habe entsprechende Aussagen eines Überlinger Bürgers über einen vermeintlichen Vorfall in einer Bäckerei fälschlicherweise nicht verifiziert.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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