Wie rechtsextrem ist die Hamburger AfD? Innensenator bestätigt Verdacht

Hamburg - Hamburgs Innensenator Andy Grote rechnet einzelne Mitglieder der Hamburger AfD - darunter auch Funktionsträger - dem vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuften rechtsnationalen Flügel zu.

Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD), spricht bei einer Pressekonferenz.
Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD), spricht bei einer Pressekonferenz.  © Regina Wank/dpa

Entsprechende Erkenntnisse habe der Hamburger Verfassungsschutz, sagte der SPD-Politiker am Montag dem Radiosender Hamburg Zwei. 

"Aktueller Stand ist (...), dass wir auch in Hamburg Mitglieder der AfD haben, die sich dem Flügel zuordnen oder wo es Hinweise auf eine Flügel-Zugehörigkeit gibt. Das heißt, wir müssen jetzt schon davon ausgehen, dass der Flügel auch in Hamburg aktiv ist."

Es handele sich zwar um eine sehr kleine Zahl an AfD-Mitgliedern, "aber es sind eben auch zum Teil Funktionsträger dabei und insofern werden wir da jetzt gucken, ob sich da noch etwas mehr verbirgt", sagte Grote.

Hamburgs AfD-Chef Dirk Nockemann hat sich in der Vergangenheit wiederholt vom Flügel und dessen Gründer, dem Thüringer AfD-Landespartei- und -Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke, distanziert. 

Der Einfluss der Flügel-Anhänger gilt insbesondere in den ostdeutschen AfD-Landesverbänden als groß. 

Wie die Junge Alternative, die Jugendorganisation der AfD, wird auch der Flügel vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft.

Mitglieder der Hamburger AfD feiern bei der Wahlparty zur Bürgerschaft.
Mitglieder der Hamburger AfD feiern bei der Wahlparty zur Bürgerschaft.  © Frank Molter/dpa

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