AfD-Politiker Aust kritisiert Todesdrohung an AfD-Infostand: "Extremisten der Mitte müssen sich mäßigen"

Schmalkalden - Nach einer Auseinandersetzung an einem Informationsstand der AfD am Freitag in Schmalkalden hat sich der AfD-Landtagsabgeordnete René Aust (39) zu dem Vorfall geäußert.

Der AfD-Landtagsabgeordnete René Aust (39) hat die Auseinandersetzung und die Todesdrohung an einem Infostand der AfD scharf kritisiert.
Der AfD-Landtagsabgeordnete René Aust (39) hat die Auseinandersetzung und die Todesdrohung an einem Infostand der AfD scharf kritisiert.  © IMAGO / Metodi Popow​

In seinem Statement kritisierte der 39-Jährige die Tat scharf und holte zum Rundumschlag aus.

"Ich bin zunächst einmal erleichtert, dass weder dem Angreifer noch meinen Parteifreunden abgesehen von einigen Blessuren ein ernsthafter Schaden zugefügt wurde", erklärte Aust in einer Pressemitteilung der Partei und fügte hinzu:

"Es tut mir im Herzen weh, dass ein junger Mann ideologisch so aufgepumpt wurde, dass er glaubt, Gewalt anwenden zu dürfen. Auch er ist ein zur Gewalt Verführter in einer Zeit, in der maßgebliche Protagonisten von der Linkspartei bis zur CDU zum politischen Hass gegen die AfD aufrufen."

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Im weiteren Verlauf seines Statements schoss sich der Politiker dann auf die Abgeordnete Diana Lehmann (38, SPD) und den Vorsitzenden der Thüringer CDU, Mario Voigt (44, CDU) ein.

Laut Aust hatten die beiden Landtagsabgeordneten bei einer Sitzung des Landtags am 23. Juli 2021 Mitglieder und Abgeordnete der AfD als "de facto vogelfrei" erklärt, so die Meinung des 39-Jährigen.

Die beiden hätten laut Aust der Fraktion unterstellt, dass sie Holocaust-Leugner in ihren Reihen dulden oder gar in einer Traditionslinie mit Massenmördern stünde.

"Extremisten der Mitte wie Mario Voigt oder Diana Lehmann müssen sich mäßigen, bevor unserer Demokratie irreparablen Schaden nimmt! Niemals darf Gewalt toleriert, akzeptiert oder stillschweigend hingenommen werden – nicht rechts, nicht links, nicht religiös!", teilte Aust mit.

Der Angreifer hatte laut Polizeiangaben am Freitag Werbematerial der Partei auf den Boden geworfen und einen Abgeordneten beleidigt und sogar Todesdrohungen ausgesprochen.

Titelfoto: IMAGO / Metodi Popow​

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