AfD strikt gegen Lockdown: "Kann Gesellschaft nicht ständig ins künstliche Koma versetzen"

Dresden - Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag hält einen harten Lockdown trotz drastischer Corona-Zahlen im Freistaat für überflüssig.

Jörg Urban (57), Vorsitzender der AfD in Sachsen, lehnt einen strikten Lockdown ab.
Jörg Urban (57), Vorsitzender der AfD in Sachsen, lehnt einen strikten Lockdown ab.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir lehnen einen Komplett-Lockdown ab. Man kann eine Gesellschaft nicht ständig ins künstliche Koma versetzen", sagte Fraktionschef Jörg Urban (57) am Donnerstag in Dresden.

Das zerstöre die Wirtschaft und mache Kinder zu einer "Generation der Bildungsverlierer".

Statt der Holzhammer-Methode brauche man differenzierte Maßnahmen zum Schutz der Risikogruppen.

Wer hätte das gedacht? Diesen Posten soll Kevin Kühnert bekommen!
SPD Wer hätte das gedacht? Diesen Posten soll Kevin Kühnert bekommen!

Zudem sollten auch Geimpfte getestet werden, um eine unkontrollierte Verbreitung von Corona auszuschließen, empfahl Urban.

Kretschmer und Köpping reden vermehrt über einen Lockdown vor Weihnachten

Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hatte am Donnerstag einen harten Lockdown vor Weihnachten nicht mehr ausgeschlossen.

Auch Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) sprach sich angesichts dramatisch gestiegener Infektionszahlung und einer damit einhergehenden Überlastung der Krankenhäuser dafür aus.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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