Demonstranten gehen nach AfD-Veranstaltung aufeinander los: Polizei schießt!

Henstedt-Ulzburg - Am Rande einer Auseinandersetzung zwischen "Demonstranten der rechten und linken Szene" ist laut Polizei durch einen Verkehrsunfall ein Mensch aus der linken Szene schwer verletzt worden.

Ein Polizist wartet mit Handschellen und Pistole am Gürtel auf einen Einsatz. (Symbolbild)
Ein Polizist wartet mit Handschellen und Pistole am Gürtel auf einen Einsatz. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Person musste nach dem Vorfall in Henstedt-Ulzburg knapp 30 Kilometer nördlich von Hamburg ins Krankenhaus gebracht werden.

"In der Folge kam es zu Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten, die die Abgabe eines polizeilichen Warnschusses erforderte", heißt es in einer Polizeimeldung von Samstagabend. 

Zuvor sei gegen 18.30 Uhr eine Veranstaltung der AfD auf dem Vorplatz des Bürgerhauses in Henstedt-Ulzburg beendet worden. Gegen diese hatten laut Polizei - neben einer angemeldeten Demonstration - auch rund 50 bis 60 Menschen aus der linken Szene spontan demonstriert. Es kam zu Pöbeleien und Handgreiflichkeiten zwischen den einzelnen Gruppen. 

Gegen den Unfallfahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Er wurde den Angaben zufolge befragt und wieder entlassen.

Auf Nachfrage konnte die Polizei am Abend keine näheren Angaben zum Unfallhergang machen oder weitere Informationen mitteilen, etwa warum genau der Warnschuss abgegeben wurde.

Update, 20.05 Uhr: Gezielte Attacke?

Am Sonntagabend widersprachen Aktivisten der Darstellung, dass es sich um einen Verkehrsunfall gehandelt habe. 

Mehrere Männer, die zuvor rechte Aufkleber verklebt und rechte Parolen geäußert haben sollen, seien in einen Wagen gestiegen und der Fahrer habe "abrupt" beschleunigt und das Auto "gezielt auf eine Gruppe Protestierender auf dem Gehweg" gelenkt, wie aus einer Mitteilung der Gruppe Aufstehen gegen Rassismus Hamburg hervorgeht. 

Die Polizei beantwortete am Sonntagabend keine Nachfragen der Deutschen Presse-Agentur zu der Darstellung der Aktivisten. Sie verwies auf eine Mitteilung vom Vortag.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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