AfD will Gender-Schreibweisen an Schulen in Sachsen verbieten

Dresden - Die AfD will Gender-Schreibweisen an Schulen verbieten lassen und fordert bei Verstößen dienstrechtliche Konsequenzen.

Ob Gendern tatsächlich einen Beitrag zur Gleichstellung leistet, daran scheiden sich die Geister.
Ob Gendern tatsächlich einen Beitrag zur Gleichstellung leistet, daran scheiden sich die Geister.  © Gregor Bauernfeind/dpa

Am Mittwoch kündigte die AfD-Fraktion im Landtag dazu einen Antrag im Parlament an. Die Gender-Schreibweisen stünden im Widerspruch zur amtlichen Rechtschreibung, erklärte der Abgeordnete Rolf Weigand (37), es drohe "Chaos und Verwirrung".

Daher dürften sie in keinem einzigen Lehrbuch oder Arbeitsheft auftauchen und auch nicht gelehrt werden.

In einem Brief an die Schulleiter hatte das Kultusministerium kurz vor Beginn des Schuljahres empfohlen, künftig keine Sonderzeichen für eine geschlechterneutrale Sprache mehr zu verwenden. Dabei gehe es etwa um offizielle Schreiben, Briefe an die Eltern sowie Unterrichtsmaterialien.

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Laut der Empfehlung "mit der Bitte um Umsetzung" soll dabei gänzlich auf Zeichen wie Gendersternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich verzichtet werden.

Stattdessen regte das Ministerium die Verwendung von Paarformen wie Schülerinnen und Schüler oder Formulierungen wie etwa Lehrkräfte oder Jugendliche an.

Der AfD reicht eine Empfehlung aber nicht aus. "Wir wissen von Lehrern aus Leipzig, dass sie munter weitergendern", betonte Weigand. Außerdem gerieten gegenderte Materialien etwa über außerschulische Partner an den Schulen in Umlauf. "Das gilt es effektiv zu unterbinden."

Titelfoto: Gregor Bauernfeind/dpa

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