AfD-Politiker mit Geschmacklos-Tweet zu Merkel-Quarantäne: "Schon mal ein Anfang"

München - Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart (37) hat einen geschmacklosen Tweet gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel abgesetzt. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Bezüglich der Entscheidung Merkels, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, da sie mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person Kontakt hatte, twitterte Winhart: "Merkel in Quarantäne! Gut, hinter Gittern wäre besser, aber is ja schon mal ein Anfang."

Anscheinend war der AfD-Landtagsabgeordnete überrascht, dass die meisten User diesen Tweet für absolut geschmacklos hielten und löschte den Post wieder. 

Doch das Internet vergisst nicht, zahlreiche Screenshots des Hetz-Tweets kursieren in den sozialen Netzwerken.

Der lange Zeit vom Verfassungsschutz beobachtete 37-Jährige entschuldigte sich anschließend: "Ich möchte mich nochmals, nach dem Löschen des Tweets und der Richtigstellung von gestern Abend, für die Vorkommnisse entschuldigen. Der Post in Bezug auf Frau Merkel war nicht richtig und wurde daher umgehend gelöscht - er hätte auch nie online sein dürfen."

Doch, in den Kommentaren zeigt sich deutlich, dass viele Bürger Winhart seine Entschuldigung nicht abkaufen. "Eine Entschuldigung sieht anders aus. Sie sollten sich schämen", "Nicht nur charakterlos, sondern auch schamlos!" und "Und ich dachte zunächst, das Geschmackloseste an Ihnen sei Ihre Krawatte", schreiben die User.

Andreas Winhart wurde durch seine rassistischen Entgleisungen bekannt. Kurz vor der Landtagswahl 2018 sagte der AfD-Politiker bei einer Rede beispielsweise: "Ich möchte wissen, wenn mich in der Nachbarschaft ein Neger anküsst oder anhustet, dann muss ich wissen, ist er krank oder ist er nicht krank." 

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

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