Angst vor Inzucht: AfD macht sich für Wildtiere stark

München - Für Bayerns Wildtiere fordert die bayerische AfD mehr Wander- und Wohnmöglichkeiten auch über bisherige Lebensräume hinaus. 

Rotwild steht im Stadtwald von Augsburg. (Symbolbild)
Rotwild steht im Stadtwald von Augsburg. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Grund für die Forderung der Fraktion am Montag in München, ist die Sorge, dass etwa Hirsche, Gemsen und Birkhühner bei der Vermehrung in begrenzten Gebieten untereinander den eigenen Genpool weiter verkleinern, wie es andernorts schon geschehen sei. 

Auf Antrag der AfD-Fraktion wird sich der Agrarausschuss des Landtags nun mit der sogenannten Inzuchtdepression befassen.

Seit Jahrzehnten werde das Rotwild in Bayern auf kleine Flächen reduziert und die Populationen würden so geringgehalten, sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart. 

"Die vereinzelten Populationen von Steinwild, Auerwild und Birkwild sind ebenfalls sehr lokal begrenzt und bergen die Gefahr, dass genetische Degeneration durch Weitervermehrung in sehr kleinen Populationen zu Erbgutschäden führen könnte."

Winharts Gegenmittel: Es sei klar, "dass wir mittelfristig dafür sorgen müssen, dass diese kleinen Wildtierpopulationen die Chance wiederbekommen, sich auf natürlichem Wege vor Inzuchtdepressionen zu schützen. Hier gilt es, mittels Wildbrücken über Straßen oder Biotopverbünde, entsprechende Wander- und Ansiedelungsmöglichkeiten für Wildtiere zu schaffen."

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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