Anti-AfD-Protest in Gießen: Polizisten mit Steinen beworfen

Von Christiane Warnecke, Christine Schultze, Florian Gürtler

Gießen - Tausende Demonstranten protestieren seit Samstagmorgen gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" in Gießen. Ebenso kam es am Morgen zu Straßenblockaden: Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen rund um die mittelhessische Stadt wurden von Protestierenden besetzt.

Anti-AfD-Protest in Gießen: Polizisten drücken Demonstranten zurück.  © Hannes P. Albert/dpa

Die voraussichtlich größte Kundgebung am Samstag startete in der Nähe der Gießener Innenstadt.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte die Aktion angemeldet, zu der nach Angaben der Polizei rund 30.000 Teilnehmer erwartet werden. Viele seien auch am Morgen schon früh auf den Beinen, mit Schildern wie "Wir sind mehr", "Wir sind euer böses Gewissen" oder "Gießen für eine bunte Zukunft". Die Demonstration begann mit ersten Redebeiträgen und einem Aufruf, dass alles friedlich bleiben möge.

Davor war die Polizei mit diversen Besetzungen konfrontiert gewesen: Mehrere Straßen seien "massiv" blockiert worden, betonte ein Polizeisprecher.

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Ein auf "X" veröffentlichtes Video soll etwa eine Straßenblockade bei der Gemeinde Heuchelheim westlich der Stadt zeigen.

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Demonstranten aus dem Umfeld der Antifa-Bewegung blockierten am Samstagmorgen die Lahnparkstraße in Gießen  © Lando Hass/dpa
In Gießen rückten am frühen Samstagmorgen bereits zahlreiche Polizeikräfte an und bereiteten sich auf Proteste vor.  © News5

Protest in Gießen: Polizisten mit Steinen beworfen

Bereits am frühen Samstagmorgen kam es in Gießen zu massiven Protesten gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation.  © Boris Roessler/dpa

In Gießen selbst blockierte ein Bus mit daran angeketteten Aktivisten den Weg bei einem Kreisverkehr, hieß es weiter vonseiten der Polizei.

Eine größere Gruppe habe zudem versucht, eine Polizeiabsperrung an einem Umspannwerk vor Gießen zu durchbrechen. Einsatzkräfte hätten das weitere Vordringen verhindert, dabei sei ein Beamter leicht verletzt worden. Teils seien Polizisten mit Steinen beworfen worden.

Protestierende skandierten "Alle zusammen. Gegen den Faschismus" und "Stoppt die Brandstifter" bei einer Kundgebung am Gießener Bahnhof. Auch an anderen Orten in der Stadt versammelten sich Demonstrierende. Ein großer Protestzug zog vom Bahnhof in die Innenstadt. Eine Polizeisprecherin sprach am Samstagmorgen von einer "aktiven Lage mit vielen verschiedenen Schauplätzen".

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Am Samstag werden insgesamt rund 50.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gegen die AfD in Gießen erwartet. Das Bündnis "Widersetzen" hatte bereits seit Wochen angekündigt, Zufahrtswege zu der Gründungsversammlung blockieren zu wollen mit dem Ziel, das Treffen zu verhindern.

Die hessische Sektion der Deutschen Polizeigewerkschaft hatte sich am Freitag mit einem Appell an die Protestierenden wie auch an die Anhänger der AfD gewandt und zum Gewalt-Verzicht aufgerufen.

Erstmeldung vom 29. November, 8.15 Uhr, zuletzt aktualisiert um 9.23 Uhr.

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