AfD-Politiker legt sich wegen Maskenpflicht mit BVG an: Keine gute Idee

Berlin - Erst Attila Hildmann, dann die Verschwörungstheoretiker und nun ein Berliner AfD-Politiker. Die BVG-Kampagne hat auch während der Corona-Krise alle Hände voll zu tun. 

Fahrgäste mit Mundschutz in einer Berliner U-Bahn.
Fahrgäste mit Mundschutz in einer Berliner U-Bahn.  © Christoph Soeder/dpa

Doch der Reihe nach. Mit einem Infotweet wollen die Berliner Verkehrsbetriebe noch einmal die "wichtigsten" Fragen rund um die Maskenpflicht beantworten. 

So will der ein oder andere wissen, ob die Lockerungen auch die Maskenpflicht betrifft oder ob man eine Maske tragen muss, wenn man allein im Abteil ist. Die Antwort ist dabei immer gleich: "Nein."

Auch die Argumente, dass die Pandemie so gut wie vorbei sei, die Masken die Freiheiten einschränken oder der Hinweis es auf YouTube nachzuschauen, verpuffen. Es bleibt beim Nein.

Das scheint dem Berliner AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann (50) aber nicht zu überzeugen. Der Politiker hat eine ganz andere Idee und kritisiert via Twitter die Maskenpflicht.

"Warum desinfizieren Sie Ihre Fahrzeuge nicht an den Endhaltestellen? Symbolpolitik schützt niemanden!" 

Die Antwort der BVG: "Aber Masken."

Zwar hat die Social-Media-Kampagne der BVG damit ihre Linie des Neins verlassen, dennoch blieb die kurze Twitter-Diskussion auch den anderen Usern nicht verborgen. Im Netz hagelte es schnell Hohn und Spott. 

"Bitte einmal die Übertragungswege recherchieren (Stichwort: Aerosole). Aus dem Alter, die Haltestangen abzulecken, sollten Sie ja eigentlich raus sein.", twitterte beispielsweise ein User.

DIe BVG-Kampagne "Weil wir dich lieben" legt sich immer wieder mit bekannten Persönlichkeiten an. Erst vor wenigen Wochen geriet der selbsternannte Vegan-Papst Attila Hildmann mit seinen kruden Verschwörungstheorien ins Visier der Social-Media-Profis. Immer wieder hatte er vor dem 15. Mai - jenem Tag an dem das Infektionsschutzgesetz abgesegnet werden sollte - gewarnt.

"Bereits gekaufte Tickets behalten auch nach der Machtübernahme der Neuen Weltordnung am 15.5 ihre Gültigkeit", kündigte die BVG daraufhin trocken an.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa, Twitter/BVG_Kampagne

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