Brandenburger AfD scheitert mit Gender-Sternchen-Verbot an Schulen

Potsdam - Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich: Die Brandenburger AfD-Fraktion ist mit der Forderung nach einem Verbot von Gender-Sonderzeichen an Schulen und Universitäten für mehr Geschlechtergerechtigkeit gescheitert.

Niederlage für die AfD: An Schulen und Universitäten wird es kein Verbot von Gender-Sonderzeichen geben. (Symbolbild)
Niederlage für die AfD: An Schulen und Universitäten wird es kein Verbot von Gender-Sonderzeichen geben. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Ein Verbot ist nicht nötig: "Für Schule, Verwaltung und Rechtspflege gilt das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung - und dieses sieht die Sonderzeichen nicht vor", sagte Bildungsministerin Britta Ernst (60, SPD) am Donnerstag im Landtag in Potsdam.

Die AfD-Fraktion forderte, den Gebrauch sämtlicher Sonderzeichen zu untersagen, auch die mündliche Form - und die Verwendung der weiblichen Form mündlich und schriftlich. Der Abgeordnete Lars Schieske (44) sagte: "Genderneutrale Sprache ist (...) unlesbar, unaussprechbar und unverständlich."

Die Grünen-Abgeordnete Sahra Damus (39) verwies auf den Rechtschreibrat, der eine geschlechtergerechte Sprache, nicht aber die Sonderzeichen empfohlen habe.

Sie warb für eine einheitliche Lösung und sagte, das Sternchen passe gut zur Geschlechtervielfalt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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