AfD-Chef sorgt mit Aussage über Anschlag von Hanau für Eklat!

Hamburg - Mit Ausnahme der AfD hat die Hamburgische Bürgerschaft parteiübergreifend an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau vor einem Jahr erinnert und vor Hass und Hetze gewarnt.

Alexander Wolf (AfD) spricht in der Aktuellen Stunde der Hamburger Bürgerschaft.
Alexander Wolf (AfD) spricht in der Aktuellen Stunde der Hamburger Bürgerschaft.  © Christian Charisius/dpa

AfD-Fraktions-Chef Alexander Wolf sorgte am Mittwoch in der Aktuellen Stunde für Empörung, als er die Ermordung von neun Menschen mit migrantischen Wurzeln als Tat eines psychisch kranken Einzeltäters darstellte, die nun politisch instrumentalisiert werden solle.

Damit erkläre er den Familien der Opfer, dass ihre Angehörigen "quasi zufällig ums Leben gekommen sind", sagte Innensenator Andy Grote (SPD). "Das ist infam, das ist unfassbar."

Vertreter von SPD, Grünen, CDU, Linken und FDP forderten alle demokratischen Kräfte auf, gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Gesellschaft zusammenzustehen.

Am Abend des 19. Februar 2020 hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst.

Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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