Nach eskalierter Corona-Party: Cottbusser AfD schmeißt Politikerin aus der Fraktion

Cottbus - Nach einer ausgearteten Geburtstagsfeier, bei der ein Polizist angegriffen wurde, hat die AfD-Stadtfraktion in Cottbus die Abgeordnete Monique Buder ausgeschlossen.

Das Logo der AfD wird auf einen Vorhang projeziert. (Archivbild, Symbolbild)
Das Logo der AfD wird auf einen Vorhang projeziert. (Archivbild, Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

"Das kann ich bestätigen", sagte der AfD-Stadtverordnete Heinz-Dieter Markusch am Dienstag auf Anfrage.

Die "Lausitzer Rundschau" hatte zuvor über den Ausschluss berichtet. Die Polizei war bei der AfD-Kommunalpolitikerin in der Nacht zum Sonntag nach Weihnachten im Einsatz wegen eines Feuerwerks und wegen Lärms.

Dabei ging ein Mann nach Polizeiangaben auf einen Beamten los und würgte ihn. Bei der Feier wurde laut Polizei auch gegen Corona-Regeln verstoßen, weil zu viele Menschen dort waren. Die Wohnungsinhaberin habe sich zudem aggressiv verhalten.

Die "Lausitzer Rundschau" zitierte den Cottbuser AfD-Fraktionschef Georg Simonek mit den Worten: "(...) Als Personen des öffentlichen Lebens tragen wir Stadtverordnete eine besondere Verantwortung für das Ansehen unserer Stadt. Verfehlungen wie in diesem Fall sind deshalb nicht zu tolerieren."

Er habe Frau Buder ans Herz gelegt, ihr Mandat niederzulegen oder ruhen zu lassen, bis die Ermittlungsbehörden eine Entscheidung getroffen hätten. Buder sagte der Zeitung, sie wolle ihr Mandat als Stadtverordnete nicht niederlegen.

Der Fall zog um die illegale Geburtstagsfeier der AfD-Politikerin zog Kreise

Der Fall zog Kreise. Die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion befasste sich am Dienstag damit.

Fraktionschef Christoph Berndt sagte, zunächst sollten die Ermittlungen der Polizei abgewartet werden. Der Landtagsabgeordnete Daniel Freiherr von Lützow war nach eigenen Angaben am Tag der Feier an der Tür der Stadtverordneten, um ihr zu gratulieren.

Er bekam aber nach eigener Darstellung nichts von dem Vorfall mit dem Polizisten mit. Berndt hatte die Vorfälle auf der Feier kritisiert und erklärt, vor allem werde jede Gewalt gegen Polizisten abgelehnt.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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