Nach Geldgier-Vorwürfen aus der eigenen Partei: AfD streicht alle Zulagen in der Landtagsfraktion

München - In der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag werden bis zum Ende der Wahlperiode keine Zulagen mehr für Ämter gezahlt. Das teilte die Fraktion am Mittwochabend per Pressemitteilung mit.

Katrin Ebner-Steiner und Ingo Hahn bilden die Fraktionsspitze der AfD im bayerischen Landtag.
Katrin Ebner-Steiner und Ingo Hahn bilden die Fraktionsspitze der AfD im bayerischen Landtag.  © Sven Hoppe/dpa

Über die Funktionszulagen, etwa für den Fraktionsvorsitz, hatte es unter den Abgeordneten in den vergangenen Wochen immer wieder Streit gegeben. 

Eine Gruppe von zwölf Abgeordneten, die die Fraktionsspitze um Chefin Katrin Ebner-Steiner und Ingo Hahn ablehnt, hatte zuletzt Mitte September öffentlich erklärt, dem Fraktionsvorstand gehe es um primär um ihre eigenen finanziellen Vorteile.

Wie damals auch TAG24 berichtete, war im September wegen des heillosen Krachs zwischen den beiden Lagern in der Fraktion auch die Klausur der Abgeordneten nach nur knapp einem Tag wieder abgebrochen worden

Die Rechtspopulisten hatten sich damals nicht einmal auf eine gemeinsame Tagesordnung einigen können. 

Das nun die Funktionszulagen gestrichen wurden, kann durchaus als ein erstes Entgegenkommen der Fraktionsspitze gewertet werden. 

Den Antrag hatten die acht Abgeordneten gestellt, die den Fraktionsvorstand stützen und teilweise auch stellen. 

Insgesamt umfasst die AfD-Fraktion 20 Abgeordnete, seit der Landtagswahl hatten bereits zwei Abgeordnete die Fraktion verlassen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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