Nach Corona-Verstößen bei Parteitag: AfD-Mitgliedern drohen hohe Bußgelder

Stralsund/Grimmen - Nach dem AfD-Parteitag am Samstag in Grimmen ermittelt der Landkreis Vorpommern-Rügen wegen möglicher Verstöße gegen die Corona-Landesverordnung.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen ermittelt wegen möglicher Corona-Verstöße bei dem AfD-Parteitag am Samstag in Grimmen. (Symbolfoto)
Der Landkreis Vorpommern-Rügen ermittelt wegen möglicher Corona-Verstöße bei dem AfD-Parteitag am Samstag in Grimmen. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Im Rahmen der Ermittlungen erfolgten nun die Anhörungen der Beteiligten, sagte der Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen, Olaf Manzke, am Mittwoch.

Sollten Bußgelder erlassen werden, könnten sich diese im vierstelligen Bereich bewegen.

Rund 100 Mitglieder des AfD-Kreisverbandes hatte sich in Grimmen getroffen, um über die Direktkandidatur im Wahlkreis Vorpommern-Rügen/Vorpommern-Greifswald für die Bundestagswahl zu entscheiden.

NDR-Fernsehbilder zeigen die Teilnehmer, wie sie sich ohne Maske im Saal bewegen.

Wie Manzke weiter sagte, müssen Veranstalter bei der Anmeldung einer solchen Veranstaltung ein Hygienekonzept besitzen und dies auf Verlangen vorlegen. Dazu gehöre unter anderem die Wahrung des Sicherheitsabstandes von 1,50 Meter und das Tragen von Masken bis zum Sitzplatz.

"Wenn jemand aufsteht, muss er eine Maske aufziehen." Über die Hintergründe gebe es noch keine Erkenntnisse, möglicherweise habe sich der Veranstalter nicht genügend mit der Corona-Verordnung auseinandergesetzt.

Bei der Abstimmung hatte sich der Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm (50) knapp gegen seinen Mitbewerber Dario Seifert durchgesetzt. Eine der Abstimmungen soll laut Holm dadurch erfolgt sein, dass sich die Teilnehmer entsprechend ihres Stimmverhaltens auf die linke beziehungsweise rechte Seite des Saales bewegten.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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