Studie zeigt: AfD besonders erfolgreich in Regionen, in denen kaum jemand sein will

Dresden - Je stärker eine Region in Deutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten von Abwanderung betroffen war, desto besser schneidet die AfD dort bei Wahlen ab.

Die AfD punktet offenbar vor allem bei Wählern mit Verlustgefühlen.
Die AfD punktet offenbar vor allem bei Wählern mit Verlustgefühlen.  © Daniel Karmann/dpa

Zu diesem Ergebnis kommt die am Dienstag in Dresden veröffentliche Studie "Emigration in Europa" des Mercator Forum Migration und Demokratie an der Technischen Universität Dresden.

Dieser Effekt lasse sich unabhängig von Faktoren wie Bevölkerungsdichte, Siedlungstyp, Altersstruktur, Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt oder dem Anteil an Hartz-IV-Empfängern beobachten, so die Autoren.

Allerdings sei der Zusammenhang zwischen der so genannten Wanderungsbilanz und Wahlergebnissen der AfD in Westdeutschland stärker ausgeprägt als in Ostdeutschland. Für die Wanderungsbilanz werden Zu- und Fortzüge von Menschen miteinander verrechnet.

"Dieses Ergebnis legt nahe, dass die Stärke der AfD auch mit den Verlustgefühlen der Zurückgebliebenen zu tun hat, die vor Ort die Folgen einer Ausdünnung der sozialen Infrastruktur spüren", erklärte der Direktor des Mercator Forums und Herausgeber der Studie, der Politikwissenschaftler Hans Vorländer.

"Die damit verbundene Frustration kann sich die AfD zunutze machen."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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