Tausende Migranten wollen nach Deutschland: AfD-Politiker Meuthen fordert Hilfe für Polen

Stuttgart - Tausende Migranten wollen über die weißrussisch-polnische Grenze weiter nach Deutschland. Die Lage spitzt sich täglich zu. Jetzt meldet sich der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (60) zu Wort.

Jörg Meuthen (60, AfD) warnt angesichts der Situation an der polnischen Grenze: "Es droht erneut eine drastische Zunahme der illegalen Masseneinwanderung nach Deutschland."
Jörg Meuthen (60, AfD) warnt angesichts der Situation an der polnischen Grenze: "Es droht erneut eine drastische Zunahme der illegalen Masseneinwanderung nach Deutschland."  © Montage: Leonid Shcheglov/BelTA/AP/dpa, Paul Zinken/dpa

Seit Tagen sorgen Bilder aus dem Grenzgebiet zwischen Weißrussland und Polen für Schlagzeilen. Polnische Soldaten schützen die Grenze, auf der anderen Seite warten Tausende Migranten darauf, ins Land zu kommen.

Immer wieder gibt es Videos von Angriffen auf den Grenzzaun. Mit Bolzenschneidern, Schaufeln oder gefällten Bäumen wird versucht, ihn zu beseitigen.

Wohin die Migranten wollen, wird auch deutlich. Mal skandieren sie "Germany! Germany! Germany!", mal einfach klatschend "German!" Sie wollen nach Deutschland.

Angesichts der spannungsgeladenen Situation an der EU-Außengrenze meldet sich nun (Noch-) AfD-Spitzenmann Jörg Meuthen (60) zu Wort.

Auf Facebook warnt der 60-Jährige: "Es droht erneut eine drastische Zunahme der illegalen Masseneinwanderung nach Deutschland."

Und: Sollte Weißrusslands Diktator Alexander Lukaschenko (67) "seine Aktivitäten zur Einschleusung von Syrern, Irakern etc. per Flugzeug in sein Land (mit dem Ziel, diese Richtung Westeuropa, insbesondere Richtung Deutschland, weiterzuschicken) noch intensivieren, droht sogar eine Wiederholung des dramatischen Kontrollverlustes aus dem Jahr 2015 mit täglich Zigtausenden Migranten, die nach Deutschland einwandern."

Meuthen: Polen übernehmen den Schutz der Deutschen

Meuthen, der innerhalb der AfD als gemäßigt gilt und im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren möchte, warnt vor den Folgen: Kosten für die Steuerzahler und Kriminalität.

"Wieso wird diese Noch-Regierung (...) nicht tätig und schließt endlich unsere Grenzen wirksam gegen den nun drohenden, erneuten Zustrom?", will der Noch-Parteivorsitzende wissen. "Steht die Bundesregierung über dem geltenden Recht?" Was die deutsche Regierung den eigenen Bürgern an Schutz verweigere, müsse nun Polen übernehmen – "und dieses Land meistert die enorme Herausforderung trotz steigenden Drucks an der Grenze bisher mit Bravour".

Der 60-Jährige fordert Hilfe für den östlichen Nachbarn: "Wir müssen Polen logistisch, organisatorisch und gegebenenfalls auch polizeilich unterstützen, wo wir nur können und wo es von Polen gewünscht wird."

Titelfoto: Montage: Leonid Shcheglov/BelTA/AP/dpa, Paul Zinken/dpa

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