Wegen Nähe zu Impfzentrum: Kalkar will AfD-Versammlung verbieten

Kalkar - Die niederrheinische Stadt Kalkar will den im Freizeitzentrum "Wunderland" geplanten Parteitag der nordrhein-westfälischen AfD zur Aufstellung ihrer Bundestagskandidaten verbieten.

Das niederrheinische Kalkar will den Parteitag der NRW-Afd, der in der Stadt geplant ist, verbieten. Grund dafür ist die Nähe zu einem Corona-Impfzentrum.
Das niederrheinische Kalkar will den Parteitag der NRW-Afd, der in der Stadt geplant ist, verbieten. Grund dafür ist die Nähe zu einem Corona-Impfzentrum.  © Roland Weihrauch/dpa

Die Stadt habe eine entsprechende Ordnungsverfügung gegen das privat betriebene Freizeitzentrum ausgesprochen, sagte ein Stadt-Sprecher am Freitag.

Grund sei, dass sich in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort das Corona-Impfzentrum befinde. Die Stadt befürchte, dass die Erreichbarkeit des Impfzentrums "massiv gestört" werden könnte.

Zu den für Ende Februar und Anfang März geplanten AfD-Veranstaltungen werden nach Angaben des Sprechers bis zu 600 Delegierte erwartet. Es sei davon auszugehen, dass es aufgrund von Gegendemonstrationen und einem entsprechenden Polizeiaufgebot weiträumige Straßensperrungen und Zugangskontrollen geben werde.

"Damit würden die Zuwege zum Impfzentrum behindert", sagte der Sprecher. Dies sei gerade der Hochrisikogruppe der Über-80-Jährigen, die zuerst geimpft würden und von der Situation oft ohnehin verunsichert seien, nicht zuzumuten.

Zuvor hatte der WDR berichtet. Im vergangenen November hatte bereits der AfD-Bundesparteitag auf dem früheren Kraftwerksgelände stattgefunden.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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