Nach zwei Jahren Zoff: AfD zieht alle Klagen gegen Stadt München zurück

München - Nach knapp zwei Jahren ist der Rechtsstreit um ein Hausverbot der Stadt München für eine Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation in einer städtischen Sportanlage der AfD beigelegt.

Nach Frühschoppen-Streit 2019: Die AfD hat alle Klagen gegen die Stadt München zurückgezogen. (Symbolbild)
Nach Frühschoppen-Streit 2019: Die AfD hat alle Klagen gegen die Stadt München zurückgezogen. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Karmann

Alle Klagen gegen die Landeshauptstadt in dem noch anhängigen Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht München seien zurückgezogen worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Die Behörden hatten damals mehreren Rednern bei der als Politischer Frühschoppen angekündigten Veranstaltung der Jungen Alternative Bayern ein Hausverbot erteilt, darunter dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke (49).

Wenige Monate zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD-Nachwuchsorganisation zum Verdachtsfall erklärt.

Vor dem Verwaltungsgericht München setzte sich diese damals aber im Eilverfahren durch.

Rassistische Vorfälle im Zusammenhang mit dem Event

Das Gericht erklärte die Entscheidung der Behörden für rechtswidrig; die Stadt habe nicht ausreichend nachweisen können, dass die Veranstaltung eskalieren könnte und dass Störungen von Seiten der AfD zu erwarten seien.

Laut Stadt kam es im Zusammenhang mit der Veranstaltung zu rassistischen Vorfällen. Etwa sei ein Kind, das zum Fußballspielen an die Sportanlage gekommen war, rassistisch beleidigt worden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) sagte, die damaligen Geschehnisse zeigten, dass das Handeln der Stadt erforderlich war.

"Veranstaltungen, die Rassismus und Antisemitismus schüren, die Grundwerte unserer Verfassung angreifen oder den Nationalsozialismus relativieren wollen, haben in städtischen Räumen keinen Platz."

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

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