Ärger um Johannes Lichdi: Grüne rügen sich selbst für die "Hetze"

Dresden - Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi (56) sollte auf der gestrigen Mitgliederversammlung für sein angeblich "rücksichtsloses, egomanisches und schädliches Verhalten" abgestraft werden. Kurz vorher gab es einen Änderungsantrag.

Die Grünen streiten öffentlich über ihren Umgang mit Stadtrat Johannes Lichdi (56).
Die Grünen streiten öffentlich über ihren Umgang mit Stadtrat Johannes Lichdi (56).  © Petra Hornig

Darin stand nicht mehr Lichdi am Pranger, vielmehr wurde festgestellt, dass "trotz des hohen Engagements einzelner Stadträt*innen, viel investierter Zeit, Kraft und Nerven die Stadtratsfraktion insgesamt zu wenig sichtbar und als stärkste Kraft in Dresden kaum wahrnehmbar" ist. 

Der Austausch darüber solle immer "auf Augenhöhe, sachlich und in gegenseitiger Wertschätzung erfolgen", insbesondere aber in der Außenkommunikation.

"Der ursprünglich vorgelegte Antrag gleicht Hetze, grüne Auseinandersetzungen dürfen nicht auf diesem Niveau und mit dieser Wortwahl stattfinden", so Antragstellerin und Stadtbezirksbeirätin Julia Günther (42). 

Zu Redaktionsschluss am gestrigen Mittwochabend war der Ausgang noch offen. Möglich war auch eine Überweisung in den nicht öffentlichen Kreisausschuss.

Titelfoto: Petra Hornig

Mehr zum Thema Bündnis 90/Die Grünen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0