Ampel-Politikerin spricht schon von Impfpflicht ab 1. Januar 2022!

Berlin - Noch vor wenigen Monaten ausgeschlossen, jetzt sprechen immer mehr davon: Impfpflicht. Auch Ampel-Politikerin Katrin Göring-Eckardt (55, Grüne) hat sie nun gefordert. Und das schon ab 1.1.2022.

Katrin Göring Eckardt (55, Grüne) bei "Hart aber Fair".
Katrin Göring Eckardt (55, Grüne) bei "Hart aber Fair".  © ardmediathek

Die Runde bei "Hart aber Fair" (ARD) um Moderator Frank Plasberg (64) war am Montagabend gut besetzt. Neben der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt waren auch die künftige Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), Norbert Röttgen (CDU), Virologe Dr. Martin Stürmer und Bernd Ulrich, Stellv. Chefredakteur der "Zeit" dabei.

Nach vielen Abwägungen über Lockdowns und Schließungen wird die Grünen-Politikerin deutlich: "Dann sollte eine allgemeine Impfpflicht kommen."

Gesprochen wird da von einer Zwei-Stufen-Umsetzung. "Erst die Einrichtungen, die besonders Empfindliche betreffen." Alten und Pflegeheime, Schulen, etc. "Danach sollte eine allgemeine Impfpflicht kommen. Das ist nicht die schönste Maßnahme, aber ich finde, wir könne nicht so weiter machen. Es geht nun darum, ob wir alle in die Geiselhaft von Lockdown zu Lockdown nehmen, oder ob wir eine allgemeine Impfpflicht machen. Das wäre kein hoher Eingriff", so Göring-Eckardt.

Missbrauchs-Skandal: FDP fordert gebührenfreie Kirchenaustritte
FDP Missbrauchs-Skandal: FDP fordert gebührenfreie Kirchenaustritte

Sie zeigte sich erfreut, dass auch der künftige Justizminister Marco Buschmann (44, FDP) den Weg frei für eine Abstimmung darüber machen würde.

CDU-Mann will Lauterbach als Gesundheitsminister

"Doch wann", will Plasberg wissen. Dazu Göring-Eckardt: "Ob man das zum 1.1. oder 1.2. schaffen kann ist auch eine logistische Frage. Aber es sollte sehr schnell passieren."

Klar müsste dafür erstmal auch genügend Impfstoff da sein. "Herr Spahn behauptet ja, der wäre da. Ich finde ihn häufig nicht vor Ort... aber das ist die Aufgabe, vor der wir jetzt stehen", so Göring-Eckardt.

Fast unter ging da zuvor, dass der um den CDU-Vorsitz kandidierende Norbert Röttgen einen interessanten Ministervorschlag hat! Er würde SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) als Gesundheitsminister haben wollen. "Aus seiner Persönlichkeit hat er Autorität begründet", sagt er über Lauterbach. "Es täte der Politik gut, wenn er jetzt auch mal in einer Ministerverantwortung sich darum kümmert."

Titelfoto: ardmediathek

Mehr zum Thema Bündnis 90/Die Grünen: