Göring-Eckardt über Moria-Flüchtlinge: "Wir können Menschen in Thüringen aufnehmen, wir haben Platz!"

Thüringen - Katrin Göring-Eckardt (54, Grüne) macht sich für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland und ganz speziell Thüringen stark. Aus Moria richtet die 54-Jährige einen Appell an Horst Seehofer (71, CSU). 

Katrin Göring-Eckardt (54) spricht auf einer Pressekonferenz.
Katrin Göring-Eckardt (54) spricht auf einer Pressekonferenz.  © Johannes Neudecker/dpa

In einer Videobotschaft meldet sich die aus Friedrichroda stammende Politikerin von der griechischen Halbinsel. Sie sagt, dass dieser Ort noch nie ein guter für Geflüchtete und auch nie ein guter europäischer Ort gewesen sein. 

Die 54-Jährige sagt, dass sie hier als Thüringerin und Vertreterin eines Landes steht, dass erklärt habe, man könne Flüchtlinge im Freistaat aufnehmen. 

Doch diese Hilfsbereitschaft sei durch das Nein von Horst Seehofer abgelehnt worden. 

"Wir haben Platz, wir können aufnehmen"

Durch den Brand des Flüchtlingslagers seien laut Göring-Eckardt nun über 10.000 Menschen obdachlos, darunter 4000 Kinder. Im Anschluss sagte sie, dass diese Blockadehaltung endlich aufgehoben werden muss.

"Wir haben Platz, wir können aufnehmen", bekräftigt die Abgeordnete. 

Wenn sie zurück nach Thüringen kommt, möchte sie sagen, dass wir hier im Freistaat die Aufnahme von Geflüchteten möglich gemacht haben. In ihrer Botschaft sagt sie außerdem, dass es in Moria darum geht, die Seele Europas zu verteidigen. 

"Die Seele Europas muss dafür Sorgen, dass Menschlichkeit und Ordnung zusammenkommen", so die Grünen-Politikerin.

Am Ende ihrer rund einmütigen Botschaft wiederholt sie sich nochmal und sagt: "Wir können Menschen aufnehmen, wir haben Platz." 

Titelfoto: Johannes Neudecker/dpa

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