Armin Laschet schießt gegen Konkurrenz im Rennen um CDU-Vorsitz

Düsseldorf – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) hat sich im Rennen um den CDU-Bundesvorsitz zuversichtlich gezeigt. Dabei schoss er gegen seine Mitbewerber Friedrich Merz (65) und Norbert Röttgen (55).

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) bewirbt sich um die Position des Kanzlerkandidaten der Unions-Parteien
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) bewirbt sich um die Position des Kanzlerkandidaten der Unions-Parteien  © Caroline Seidel/dpa

Anders als Merz und Röttgen führe er eine Regierung und habe in Nordrhein-Westfalen gezeigt, wie man Wahlen gewinne, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Politik bestehe "nicht nur aus klugen Beschreibungen der Welt und ihrer Probleme", antwortete Laschet auf die Frage, was er im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten mitbringe.

"Politik ist immer konkretes Umsetzen." Er führe die CDU-FDP-Regierung in NRW mit nur einer Stimme Mehrheit und kenne die Mühen der Ebene. "Eine 'Man-Müsste-Mal-Haltung' hilft da nicht weiter."

Laschet bewirbt sich bei einem Online-Parteitag am 16. Januar neben Ex-Unionsfraktionschef Merz und dem Außenpolitiker Röttgen um den CDU-Vorsitz.

Der künftige CDU-Chef gilt auch als potenzieller Kanzlerkandidat. Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) tritt bei der Bundestagswahl am 26. September nicht wieder an.

In den meisten Umfragen liegt CSU-Chef Markus Söder (53) als potenzieller Kanzlerkandidat der Union vorn. Offiziell hat Söder bisher aber keine Ambitionen auf die Kanzlerschaft verkündet.

Armin Laschet für Kanzlerkandidaten-Kür im Frühjahr

Laschet hat sich für die Nominierung des Kanzlerkandidaten der Union nach mehreren Landtagswahlen im Frühjahr 2021 ausgesprochen: "Nach meiner Einschätzung kann das im Frühjahr passieren. (...) Ich glaube, nach den Landtagswahlen sollte Klarheit herbeigeführt werden."

Am 14. März sind in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Landtagswahlen sowie Kommunalwahlen in Hessen. Im April und Juni folgen Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

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